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Thermometer
entdeckt, die es, so wie die Wemgeistthermometer über»Haupt, zu richtigen Bestimmungen untauglich, oder we,nigstentz sehr unbequem machen; zumal zwischen diesem,und dem Fahrenheitschen Thermometer die gewünschteUebereinstimmung nickt start finden konnte. Man ver-stattete sich daher, Quecksilberthermometer, ausdenen man Eispunkt und Siedepunkt des Was,fers bestimmt hatte, zwischen diesen Punkten in gaTheile zu theilen, und reaumürscke Thermometerzu nennen, gerade, als ob sie mit den eigentlichenreaumurschen Weingeistthermom etern wirklichübereinstimmend waren. Solche Werkzeuge können sehrvortrefflich seyn, aber es find keine reaumurscheThermometer. Inzwischen hat man sich in Frank,reich einmal das Gesetz gemacht, Fahrenheits Ein»theilung nicht anzunehmen, dem Quecksilberthermo-meler zwischen Eis- und Siedepunkt 80 Grade zu ge,den, und ihm Reaumurs Namen beizulegen, wel«chcs letztere auch in andern Landern allgemein angenom-men ist. Außer diesen haben noch de i'Jsle, HaieSu. a. Abänderungen in Ansehung der Eintheilung derSkalen gemacht, auch andere Einrichtungen angegeben.Es verdient hier noch bemerkt zu werden, daß einigedem Drebbel die Ehre der Erfindung des Thermome-ters nicht zugestehen, sondern vielmehr den Nachrichtendes beüchrigten Engländers Robert Fludd , oder» Muatibus (geb. 1574, gest. 1637) zu Folge, daSThermsscop als ein längst bekanntes Werkzeug betrachtenwollen. Es hat nämlich dieser Engländer, in seinerIstailosopkia Läo^saics, ll.'2.) ein solches Thermvscop inKupfer stechen lassen, und dabei zugleich bemerkt, erhabe den Abriß davon in einer Handschrift, welche zumwenigsten soo Jahre alt gewesen, gesunden, Georg