Band 
Vierter Band.
Seite
252
JPEG-Download
 

Tisch

252

gestellt wurden. Daher läßt sich «klären, warum manes für ein großes Berbrechen hielt, bei Tisch« Unanstän-digkeiten zu reden, oder zu begehen rc. (äuv. 8nt. 2,no.) Nach Beschaffenheit des Zeitalters waren die Ti-sche mehr oder weniger prächtig. Im heroischen Zeital-ter waren sie meistens von geglättetem und ausgeschnitz-tem Holz-, und mit Füßen, die man bisweilen buntanstrich, versehen. Wahrscheinlich hatten sie eine läng-lich-virreckre Gestalt. Auch die dreyeckigen Tisch« warensehr gewöhnlich. Die tunden kamen erst später auf.In den Zeiten des Luxus wurden die Tische prächtiger;die Röwer übertrafen zwar darin die Griechen; aberauck diese hielten doch viel auf kostbare Tafeln vontheurem, ausländischen Holze, die mit metallenen,biswnlrn silbernen Platten belegt waren; auch gab manihnen künstlich ausgearbeitete Füße, gewöhnlich von El-fenbein. auch von Erz, welche Löwen-, Leoparden-, Tie-ger- u. a. Küßr vorstellten. Bei den ältesten Grie-chen dienten dir Tische auch zugleich mit statt der Schüs-seln. Man legte die damals gewöhnlich aus gebratenemoder geröstetem Fleische bestehenden Speisen auf den blo-ßen Tisch, und wusch ihn, nach jedem Gerichte, miteinem Schwämme ab. (Homer Ob. X. ns. 150.)Bei den Römern waren die Tische in den ältern Zei-ten viereckig und von geringem Holze. (tXbillse.) Andrey Seiten derselben waren Ruhebänke; die vierteblieb, zum Auftragen der Speisen, leer. Als nachherdie halbcirkelförmigeri Ruhebetten eingeführt wurden, gabman den Tischen eine runde, oder auch halbrundeGestalt. (Nsrisas lunstss, Stigmata, äuv. sst. I.1A7.) Die Tafeln der Vornehmen waren gewöhnlichvon Citronen - oder andern kostbarem Holze, und mitElfenbein» auch wohl mit Gold und Silber ausgelegt.