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Trauermusik
schthenen Sterbefalls immer sogleich darauf, und vorder Bestattung, gelautet wurde, so fübrre man nach-her auch während der wirklichen Beerdigung das Lau-ten ein, damit jeder, der in der Nahe sey, herbei,kommen, sich mit Gebet und Gesang an den Leichen-zug anschließen, und sowohl aus diese Wise, um dieSeele des Verstorbenen sowohl, als um seine eigne sichverdient machen könne. Außer diesem Nutzen aber em,pfohl sich, nach Angelus Rocca, einem der gelehr-testen Männer seines Jahrhunderts, der Päbstliche Sa»cristan und Bischof zst Tages,'n war (gest. zu Rom 1620) , das Glockenläuten noch dadurch, daß es Kraftder geweiheten Glocken, Teufel austriebe, wenn ir-gend einer noch wo sitzen geblieben seyn sollte, VerLust hätte, im Grabe noch Unfug anzufangen. Mansiehet hieraus, auf was für Grundsätzen der, auch zu«Ns übergegangene Gebrauch des Todtengeläutes beruhe.
^ Der abergläubische Zweck desselben wogte wohl zwar längstin dunkle Vergessenheit gekoinmen seyn, aber die Sacheselbst, nebst der Bezahlung dafür, ist geblieben. —Grrllmann Gesch. d. Srolgebühr. 42 ff
Trauermusik, bei Leichenbegängnissen, ist schon bei denalten Hebräern üblich gewesen. Es gebörr hieher'derKlagegesang des Jeremias auf Josias Tod; auchmachte David ein solches Trauerlied auf Saul's undJonathans Tod. (2. Sam. 1, ^4. f.) — Ob beiden Leichenbegängnissen der Hebräer auch Instrumen-talmusik gebräuchlich war. findet sich in den Büchernd«S a. T- nicht bestimmt; daß eS aber eine alte Ge-wohnheit der Juden müsse gnNsen seyn, läßt sich ausKiart h. y, 2Z. schließen, — Forkel Gesch, d. Mus.I. ^76.
Trauerspiel s. Tragödie.