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Türkisches Papier
Türkisch«« Papier s. Papier, türkisches.
Türkischer Weitzen. s. Mais.
Tulpe. Diese Blume stammt aus der Türkey ab, undwächst daselbst wild. Die ersten Zwiebeln sollen durchBusb eck nach Prag gebracht, und von da nachher überganz Deutschland veibreilet worden.seyn. ConradGesncr hat zuerst im XVI. Jahrhunderte eine botani,sche Beschreibung und Abbildung davon gegeben. ZuAugsburg wurde die erste 1Z59 im HerwartschenGarten gelehen. In Italien waren sie damals schonbekannt, und zwar unter dem türkischen Namen Tu-lipa, oder Tulipaat, der türkischen Ursprung- ist,und wegen Aehnlichkeit der Blumen mit einem türkischenHute entstanden seyn soll. Von Zeit zu Zeit habendie holländischen Kaufleute, und die reichen Liebhaberder Gärtnerey in Wien , mehrerley Abarten aus Con«stantinopel kommen lassen. Nach England sind dieersten Zwiebeln gegen das Ende des XVI. Ich-Hundertsaus Wien geschickt worden. In der Mine des XVII.Jahrhunderts wurde diese Blume der Gegenstand einesHandels, der seines Gleichen nickt hat. Dieser Handelwurde hauptsächlich in einigen Niederländischen Städten,vornämlich zu Amsterdam, Harlem Leyden, Rotterdam ,u. a. m. am stärksten in den Jahren 1654, 35,
Z7, getrieben. Manche Zwiebeln wurden mit 2000,2500, 4L00 Gulden, theils an baarem Gelde, theil-an Waaren und Grundstücken bezahlt. Für eine Zwie-bel von der Tulpe, Lsrripsr ^ugustus genannt, ver-schrieb einer deM andern 4V00 Fl. und darüber noch ei-ne neue zugemachte Kutsche mit 2 apfelgrauen Schim-meln und allem Zubehör. Nickt blos Kaufleute, son-dern auch die vornehmsten Edelleute. Bürger aller Ar-ten, Handwerker, Knechte, Mägde und Tröbelweiber, ga-