Zensnrgesetz von 1823 gerichtet. Hier erschienen zuerst dieSchriften, die im Volke Belehrung verbreiten, aber auch eid-genössischen Sinn und Verständnis für die Angelegenheiten desLandes erwecken sollten: 1817 das Goldmacherdorf, 1822 desSchweizerlaudsGeschichte für das Schweizervolk. Heinrich Zschokke war es auch, der den Lehrverein begründete und leitete.
Mit Zschokke im Bunde kämpften für freiere Ideen, fürgrößere Rechte des Bürgers der Advokat ,1)>'. Karl Rudolf Tanner
von Aarau und derDichter A b r a h a in E m a nuelFröhlich von Brugg .
Tanuer war nach dem Ab-schlüsse seiner Rechtsstudien1819 zum Anwalt patentiertund bald nachher ins Aarauer Bezirksgericht gewählt wor-den. Hier hatte er Gelegen-heit zu sehen, welcher: Einflußdie Regierung auf die Recht-sprechung besaß. Er trat des-halb auch bald wieder ausdem Gerichte und begann in
Karl Rudolf Tanuer von Aarau . M>rt und Schrift das be-
Nach einem Ölgemälde. stehende pvütstche System zu
bekämpfen und stellte auchdie Dichtkunst, der er mit großem Erfolge oblag, in den Dienstdes politischen Kampfes. Bis zu seinem Tode blieb er einentschiedener Verfechter seiner Überzeugung und in den baldhereinbrechenden stürmischen Zeiten stritt er stets in den vor-dersten Reihen.
Fröhlich war Pfarrer in Mönthal und Lateinlehrer inBrugg gewesen; seit 1827 wirkte er an der aargauischen Kan-tonsschule. Seine von Martin Disteln illustrierten Fabeln ent-hielten manchen kecken Ausfall gegen die Aristokratie wie gegen