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religiöse Unduldsamkeit, und seine patriotischen Schweizerliedersanden in Kreisen begeisterter Vaterlandsfreunde lebhafte Aus-nahme. Sein Name ward weit über die Grenzen des Kantonsund selbst der Schweiz bekannt. Später hat er seine liberalenGrundsätze mehr und mehr aufgegeben. —
Während bei uns von solchen Männern in den Herzen derMenschen der Kein: freiheitlicher Ideen groß gezogen wurde,hatten in fernen Ländernfreiheitsdurstige Völkerdie Waffen ergriffen undrangen aus blutigenSchlachtfeldern um ihreUnabhängigkeit. Mitdem größten Interesseverfolgte man bei unsdie Berichte, wie sich diespanischen Kolonien inSüdamerika von ihremMutterlande losrissen,und las die Erzählungenvon dem heldenmütigenKampfe des tapfernGriechen-Volkes gegenseine unmenschlichen Be-drücker, die Türken.
Ganz Europa fühlte undlitt mit den Griechen, weil man aus eigener Erfahrung dieUnterdrückung kannte, und wenn, wie andere Völker, auch dieSchweizer Geld sammelten oder sogar selbst unter die griechischenFahnen eilten, so glaubten sie der eigenen Sache damit auch zudienen. Im Kanton Aargau war es die Kulturgesellschaft,welche sich der Unterstützung der Griechen annahm. Zu wieder-holten Malen schickte man beträchtliche Geldsendungen an dieSammelstelle in Genf , und als sich griechische Flüchtlinge in der
Abraham Emaimel Fröhlich vo« Brngg.
17S6—1865.
Zeichnung von HaSler.