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sich den Abteilungen der Luzerner Liberalen an. Um 'I 10 Uhretwa trafen die Zuzüge (die Suhrentaler hatten sich verspätet)bei der Emmenbrücke ein. Hier stellten sich luzernische Truppenzur Gegenwehr. Es begann ein Gefecht, das nur kurz dauerte;dann zogen sich die Luzerner zurück, indem sie einige Tote undVerwundete zurückließen.
Nun aber stockte der Vormarsch. Das Erscheinen der Re-gierungstruppen bewies, daß die Sache der Liberalen nichtüberall zum besten stehen könne; man dachte auch an Verrat.Und in der Tat, die luzernische Regierung besaß Kenntnis vondem geplanten Aufstande; sie hatte sich vorgesehen und diefeindlichen Unternehmungen in der Stadt selbst am frühenMorgen schon unterdrückt. Trotzdem Landammann Waller, der,um am Freischarenznge teilnehmen zu können, sein Amt nieder-gelegt hatte, seine ganze Beredsamkeit aufbot, wandten sich dieZuzüger — es war noch nicht Mittag — wieder dem heimatlichenHerde zu, die meisten Aargauer über Münster und Büren ;alle in trübster Stimmung über die fehlgeschlagene Unter-nehmung. Man ließ sie unbehelligt abziehen, denn ihre Ord-nung und ihre gute Haltung machten bei der BevölkerungEindruck.
Nachdem Luzern den Friedensbruch niedergeworfen hatte,eilte es, sich bei der Tagsatzung zu beschweren, und er-wirkte hier am 20. März 1845 einen Beschluß, nach dem dieKantone durch ein Gesetz die Bildung von Freischarenkorps beiStrafe zu verbieten gehalten wurden. Der Aargau ist derAufforderung erst am 24. Juni 1846 nachgekommen. Auchdie österreichische und die französische Regierung hatten ihreBotschafter angewiesen, bei der Tagsatzung gegen das Frei-scharenwesen zu protestieren. Zu gleicher Zeit aber ging Luzern mit den aufständischen Liberalen hart ins Gericht. Man kerkertesie ein und legte auf ihr Vermögen Beschlag. Viele von ihnen,welche die Rache zu fürchten hatten, waren geflohen und hieltensich in den benachbarten Kantonen aus. Auch der Aargau be-herbergte eine große Anzahl luzernischer Flüchtlinge.