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Protokoll
über die Verhandlungen der Schulgemeinde Schöntal .
Vom 13. März 1920.
1. Die Versammlung wird durch den SchulpräsidentenAlbert Kern eröffnet unter Angabe der Traktanden. 1
2. Auf die Anfrage des Präsidenten, ob jemand gegendie Stimmberechtigung eines Anwesenden Einsprache erhebenwolle, erfolgt keine solche.
3. Das Verlesen des Namensverzeichnisses ergibt, daß von97 Stimmberechtigten 76 anwesend, 18 entschuldigt und 3unentschuldigt abwesend sind.
4. Es werden in offener Abstimmung gewählt als Aktuar:Heinrich Blum , Gärtner, als Stimmenzähler: Jakob Münz,Landwirt, und Fritz Braun, Schmied.
5. An die erledigte Lehrstelle wird nach dem Anträgeder Schulvorsteherschaft mit 76 Stimmen von 75 VotantenHerr Ernst Kühni, Lehrer in Buch, gewählt. Die Gemeindesetzt die Besoldung auf 4000 Fr. fest.
6. Da der Zimmerboden in der Unterschule schadhaft ist,wird beschlossen, in dem genannten Lokal einen neuenbuchenen Biemenboden erstellen zu lassen.
7. Die Schulvorsteherschaft empfiehlt der Gemeinde dieErrichtung einer Töchterfortbildungsschule.
In der Diskussion 2 erklärt Georg Krebs, er halte dasnicht für nötig. Vor 50 Jahren habe man noch nichts vonFortbildungsschulen gewußt; es sei besser, die Mädchen ar-beiten zu Hause oder suchen etwas zu verdienen.
Werner Hitz, Sticker, hält dagegen diese Schulen fürsehr nützlich. Allen Mädchen und besonders solchen ausunbemittelten Familien komme es wohl zu statten, wenn siefür die Haushaltung nähen und flicken können. Er unter-stützt den Antrag der Schulvorsteherschaft.
Die Gemeinde beschließt mit großer Mehrheit, es sei dieSchulvorsteherschaft beauftragt, auf Beginn desWinterkurses eineTöchterfortbildungsschule einzurichten und beim Erziehungs-
1 Verhandlungsgegenstände. 2 Erörterung, Besprechung.