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Geschichte der Landgraffschaft Thurgau vom Uebergang an die Eidgenossen bis zur Befreiung im Jahre 1798 / von J.A. Pupikofer. Geschichte des Thurgaus von 1798-1830 / bearbeitet von G. Sulzberger
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des übermüthigen Kaisers und riethen, diesen Anlaß zu benützen, umdie volle Freiheit und Selbständigkeit der Eidgenossenschast zu erklärenund durch eine achtungswürdige Bewaffnung geltend zu machen; dieKlügsten fürchteten, der Sturm, der an den Grenzen der Eidgenossen­ schaft tobe, werde sich nicht von denselben fern halten lassen, und imInnern des Vaterlandes Verwirrung und Gährung die nächste Folgesein; noch andere sahen eben dieser Zerrüttung mit Verlangen entgegenin der Hoffnung, durch sie wieder in Besitz der Verlornen Rechte undBesitzthümer zu gelangen, deren Verlust sie nie hatten verschmerzenkönnen.

Schon im Dezember 1813 erklärte sich die Tagsatzuug für dieNeutralität der Schweiz und bewies sofort durch Besetzung der Grenzebei Basel , daß es ihr mit diesem Beschlusse ernst sei. Die Grenz-besetzung dauerte aber nur kurze Zeit.

Gesandte der siegreichen Großmächte Oesterreich , Rußland undPreußen ließen gleichzeitig vernehmen, was ihre Herren wünschen undverlangen. Der Ritter von Lebzeltern und der russische Graf von Capod'Jstria erklärten, daß ihre Monarchen eine Neutralität der Schweiz ,die nur dem Namen nach bestehe, unter den dermaligen Verhältnissennicht zulassen können. Da ihre Armeen nun die französischen Grenzenüberschritten und ihren Feind in seinem eignen Lande aufsuchen werden,hoffen sie bei ihrem Einkitte in die Schweiz nur Freunde zu finden.Dieselbe könne versichert sein, daß die alliirten Fürsten ihre Waffennicht niederlegen werden, ohne ihr die Wiedererwerbung ihrer, durchNapoleon entrissenen (südlichen) Gebietsthcile gesichert zu haben. Siewerden sich nie in die innern Angelegenheiten der Schweiz mischen,können es aber ebenso wenig dulden, daß sie einem fremden Einflußunterworfen bleibe; von dem Tage an, da sie frei und unabhängigsein werde, werden sie ihre Neutralität anerkennen. Am nämlichenTage (20. Dezember) forderte der österreichische Gesandte Graf Senftvon Pilsach die bernische Regierung auf, ihre Gewalt zu Handendes vormaligen Ausschusses niederzulegen. Als der Große Rath inBern vernahm, daß österreichische Truppen den schweizerischen Grenzensich nähern, gab er nach zwei Tagen Bedenkzeit jeden Widerstand alsnutzlos auf, verzichtete auf seine Gewalt zu Gunsten des alten Rathesund der Bürger und hob die Mediationsakte für den Kanton Bern auf. Damit begann die Zeit der Reaktion und Restauration. In