Buch 
Konstanz, Mannenbach und seine Umgebung / / beschrieben von Felix v. Blocken
Seite
39
JPEG-Download
 

Konstanz .

39

mit den dort aufgefundenen Werkzeugen geben einen Einblickin das eigentümliche Leben jener uralten Zeit.

;rd

seilt

ie,f

steij

tert

rik

sfd

uiil

litt

B St

bi

Lange nach den Römern, deren erste Ansiedelungen wohlaus dem Jahre 15 v. Ch. datiren, wurde.im Mittelalter im Bodensee in geschichtlicher Beziehung wieder der Mittelpunkt des eigentlichschwäbischen Landes, wo das geistliche Leben Deutschlands inden kirchlichen Stiftungen, wie zu Konstanz , Reichenau , vor-nehmlich aber in St. Gallen , seinen Sitz hatte; wo sich zuerstdie deutsche Sprache in den oberdeutschen Dialekte entwickelteund wo die Heimath zahlreicher Minnesänger (Hartmann vonder Aue (wahrscheinlich Reichenau ); Rudolph von Ems (Hohenems );Burkhard von Hohenfels bei Ludwigshafen ; Hugo von Montfort ,(Herr von Bregenz ) zu suchen ist, durch welche das Zeitalterder Hohenstaufen verherrlicht wurde. Diesen See im Auge hatGottfried von Strassburg (um 1210) gesungen:Denn meinerSünden, der sind meh, denn Wogen in dem Bodensee .

Der Rhein mündet 20 Minuten unter Rheineck 65 m. breitmit trüber Flut in den See. Noch eine Strecke vermag mansein Wasser von den klaren Wellen des Sees zu unterscheiden.Dass man seinen Lauf durch den ganzen See verfolgen könne,ist eine Fabel. Der Bodensee ist das Läuterungsbecken desjungen Rhein , in dem sich alles mitgebrachte Geröll absetzt.Schön und klar tritt er bei Konstanz unter der Brücke ausdem See, um sich nach einstündigem Lauf unterhalb Gottlieben zu dem kleinen Untersee auszubreiten, dem er sich bei Steinals selbständiger, 80 m breiter Strom wieder entwindet. Beigrosser und gleichmässiger Tiefe und ruhiger Bewegung trägtder Rhein noch auf 3 Meilen bis Schaffhausen Schiffe von2000 Ctr. Last wie auf dem Bodensee . Von Schaffhausen , wo