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Konstanz, Mannenbach und seine Umgebung / / beschrieben von Felix v. Blocken
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Konstant. 49

Wenn der See spiegelglatt erscheint und kein Lüftchen ver- s ' spürt wird, sieht man doch, wenn man an das Ufer tritt, wiea( ^ : eine langsam heranziehende kleine, nicht gekräuselte Welle nach^ der anderen spielend am Ufer zerfliesst. Ein andermal bemerktder Beobachter in grösserer Entfernung lichte lange Streifen,so dass es aussieht, als ob das Wasser dort fliesse. Jene lichten® Streifen rühren von Luftströmungen her, sie sind Zeugen vom^ Spiele des immer bewegten Elements der Luft, das auch derMi Oberfläche des Sees keine Ruhe gönnt. Regelmässige Windehat der See nicht. Am häufigsten tritt der Westwind als Nord-west und Südwest ein, von den Schiffern der Unterwind genannt,wie bei ihnen der Ostwind der Oberwind heisst. Der West, dere ~ : sich oft zum Sturme steigert, bringt meistens Regen, und kündigt^ sich namentlich als Südwest durch das Alpengebirge an. DieBerge scheinen ganz nahe gerückt, ihre Umrisse zeigen sich1C ^ ausserordentlich scharf gezeichnet, die Wälder heben sich schwarz,aila die Felsen dunkelgrau aus den weissen Schneefeldern ab, bis^ zuletzt sich rasch Haufen- und Schichten-Wolken bilden, die das1® Gebirge verhüllen und von dem Winde herausgetragen den un-äli vermeidlichen Regen ergiessen.

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I'fc Ein berüchtigter Wind ist der Föhn, von den Anwohnernof des SeesdFäh (femininum) genannt. Wenn das Gebirgesi offen ist, aber düster herabschaut, und der südliche und siid-rnt,i westliche Horizont von einem gelbbraunen bis rothbraunen Saume;i £' eingefasst ist, weiss man, dass der Föhnin den Bergen ist.

Manchmal kommt er nicht heraus, ein andermal aber stürzt erreiü sich als furchtbarer Sturm in die Thallandschaften und auf denit» See und versetzt diesen in wilden Aufruhr, so dass nur diestärksten Dampfboote noch fahren und auch diese es unterlassen,

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