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*' und ihn freundlich empfangen und angenommen hat, wie auchihre Jungfrauen und Hofdiener in schuldiger Achtung ihm zu-getreten sind, gar freundlich und höflich. Und ist dann da dieziemlich ehrliche Fröhlichkeit und Ritterschaft gepflegt und ge-übt worden“.l!,l
It Doch auch stürmischere Tage kamen. Die neue Lohre der
tät Reformation hatte in Konstanz rasch Boden gefasst.
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Yor allem aber waren es Dominikaner , die — an ihrerSpitze ihren Bruder Anton Pirata (Goldmünz) aus Hermannstadt ; in Siebenbürgen , welcher Domprediger war, — derselben denT.i hartnäckigsten Widerstand engegensetzten. Diess führte dazu,r dass die Mönche 1518 ihr Kloster verliessen und sich zumeist
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^ zu dem Ritter Adam von Homburg nach Steisslingen flüchteten., ( l Ein Theil fand in andern Häusern ihres Ordens Aufnahme,j/ während das Inselkloster vom Konstanzer Käthe in ein Spitalumgewandelt wurde, welche Bestimmung es behielt, bis die
" Mönche 1549 unter der neuen österreichischen Herrschaft dasselbe
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wieder beziehen konnten.
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Denn trotz der heldenmüthigen Abwehr des spanischen ® 5 Überfalls durch die Konstanzer Bürger am 6. August 1548 ver-•4' lor die Stadt kurz darauf ihre Reichsunmittelbarkeit und wurdeösterreichisch. Jener 6. August drohte auch der Insel verderblichse zu werden, denn die Kaiserlichen machten gleichzeitig mit dem!*.' Angriff auf die Rheinbrücke einen solchen mit 15 Schiffen voniir der Seeseite auf die Insel Glücklicher Weise aber wurden sieith durch einen heftigen Westwind in der Entfaltung ihrer Streit-ig kräfte zu Wasser verhindert und, bevor sie wirklichen Schadengethan, vertrieben.