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Hohentwiel.
wiels aus neuerer Zeit, begraben. Er verlangte dieses ausdrück-lich, denn gewöhnlich wurden die Bewohner der Feste auf demKirchhofe unterhalb des Felsens bei der Meierei beerdigt.
Nun folgt gegen Süden ein Hauptbefestigungswerk, nemlichdas grosse Bondeil Augusta, ein runder Thurm und zwar dergrösste aut der Festung. Eine frühere mit einem Thürmlein ver-sehene Wendeltreppe führt an der Bingmauer zu ihm hinab,worauf man in ein meistens aus Backsteinen erbautes Gewölbegelangt. Das Ganze hat die Form einer kleinen Citadelle, an derringsum Schussscharten angebracht sind, in denen einst Kanonenaufgestellt waren. Dieses Gebäude war von solcher Festigkeit,dass die Zerstörungswuth der Eroberer kaum ihren Zweck daranerreichen konnte. Durch eine der wohlerhaltenen Fensteröffnungensieht man über die jähe senkrechte Felsenwand hinab, die hierbeinahe 74 m. abfällt.
Dieses Bondeil wurde von Herzog Christoph erbaut und zwarum diese wenig verwahrte Seite der Burg besser zu decken.
In späterer Zeit wurde es als Laboratorium verwendet, weiles mit den übrigen Gebäuden der Festung weniger in Verbindungstand. Am Fusse der Felsenwand liegt die untere Feste, derenTrümmer man nirgends in so trauriger Gruppirung wie hier er-blickt.
Eine kleine Strecke von diesem Bondeil, unweit von denTrümmern der westlichen Bingmauer, befindet sich noch eineOeffnung am Boden, welche tief hineingeht und ausgemauert ist.Es soll in früherer Zeit ein Haspelgefängniss gewesen sein,das unten ziemlich geräumig war. Vielleicht war es auch einunterirdischer Gang, der das Bondell und einen jetzt gänzlichverschwundenen Nachbarthurm auf der westlichen Seite in Ver-
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