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Hohentwiel.
wurde. Seitdem verschwindet dieses Geschlecht und die Besitzer 1der Barg wechseln häufig. .
Später wurde Hohenkrähen ein Raubnest des Adels und °1470 von Georg von Frondsberg belagert, wobei es niederge-brannt und geschleift wurde. "Wieder aufgebaut übergab KönigFerdinand 1534 die Burg als Manneslehen an Elans von Fridingen .Nach dieser Zeit im Jahre 1540 wohnten auf Hohenkrähen etwa60 Schweizer -Männer, welche ob ihres eisernen Muthes und ihrer =Unversöhnlichkeit „die Schweizer -Böcke“ genannt wurden. Sie 3lebten in freiwilliger Verbannung aus der Heimath Zürich, deren 4®Frieden sie nicht stören, deren Zustand sie aber auch nicht Abilligen konnten Amann Fries von Uri war lange auf der Veste Hiihr Gefangener, bis er sich auslöste. Im Jahr 1634 liess Wider« Ahold von Hohentwiel die gefährliche Nachbarin zerstören. Sie ■«>war von den Friedingern an die Herren von Bodmann, dann 1von jenen anRaitnau übergegangen und' ist seit 1758 um 30000 fl.Besitzung der Familie Reischach geworden, welche am Fussedes Berges ein kleines Schlösschen hat. Das Burgschloss vonehemals liegt in Trümmer. Nur gegen Süden ist ein noch wohl- ^
erhaltener Theil mit 2 Gewölben. ^
Nun zum nahen Maegdeberg (665 m.) Die Ruinen des •*Schlosses erheben sich etwa 2 Kilometer nordwestlich von Hohen- pkrähen auf einem breiten Gebirge, das steil abfällt. Dort standvor Zeiten ein Schloss, vielleicht die Heimath des Minnesängers gWachsmuot von Mühlhausen. Aber was dem Berg den Namen Sil
gab, war ohne Zweifel die Kapelle St. Ursula mit ihren 11000 Js
Jungfrauen oder Mägdelein. ?i
Das Kloster Reichenau besass schon früher den Ort und />]gründete die Wallfahrtskirche daselbst, an welche sich bald auch a