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Konstanz, Mannenbach und seine Umgebung / / beschrieben von Felix v. Blocken
Seite
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Lindau .

Die Stadt hat 5520 Einwohner und ist durch einen langenEisenbahndamm mit dem Festlande verbunden.

Zunächst der Hafeneinfahrt, an der Spitze des westlichenneuen Dammes steht auf der einen Seite ein Leuchtthurm; erruht auf einem mächtigen aus Nagelfluhquadern errichteten Fuss-gestell und erhebt sich von diesem 29,20 m. hoch in runderForm und wird oben durch einen hübschen Zinnenkranz gekrönt,welcher in einem für den Leuchtapparat bestimmten achtsäuligenPavillon endet. Eine überraschend schöne Aussicht bietet sichüber den See, über die Inselstadt und auf eine Reihe der höchstenBergkuppen Yorarlberges und der Scftweiz von den Zinnen diesesThurmes dar.

Auf der anderen Seite steht ein gewaltiger Löwe, bekanntlichdas bayerische Wappenthier; er ist ein Werk Halbigs, aus Kelheimer Marmor gehauen und wiegt nahezu 50,000 Kilo.

Der Hafen von Lindau selbst ist gross und geräumig; erbesitzt zwrni Molos oder Hafendämme und ist nach denjenigenvon Konstanz , Romanshorn und Friedrichshafen der umfassendsteder Orte am Bodenseeufer. Yom Hafen aus hat man ein pracht-volles Panorama. Man sieht die Ortschaften und Städte Rugg-burg, Hofen, Lochau , Bregenz , den Gebhardsberg, Bildstein ,Riedenburg , Dornbirn , Haard, Eussach, St. Margarethen, Walzen-hausen, Rheineck, Heiden und Rorschach ; die Berge: Hochberg,Eichberg, Pfänder, Mohnenfluh, Künzelspitz, Lorena, Canisfluh,Zittelapfen, Hoch - Glöckner, Hochälple, Mittagsspitze, Gunten-hang, Mörzeispitze, Gererfalben, Staufenspitze, Hohe Preschen,Breitenberg, Hohe Kugel, Scesaplana, Paniler Schrofen, Hornspitze,Gallinakopf, Naafkopf, Falknis, Calanda, drei Schwestern, Kumer-berg, Graue Hörner, Ringelhorn, Gauschla , Alvier, Paulfirst,