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Konstanz, Mannenbach und seine Umgebung / / beschrieben von Felix v. Blocken
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Lindau .

Hundstein, Furgelfirst, Altmann, Sentis, Girnenspitz, Silberplatte,Tanne, Kayen, Rossbühl, Horst und Wilket.

Am 12. Oktober 1856 feierte Lindau das 50-jährige Jubiläumseiner Vereinigung mit Bayern und an diesem Tage wurde dasMonument enthüllt, welches die 20 von Hof bis Lindau an derSüdnordbahn gelegenen Städte dem König Max II. errichteten.Auf einem massiven, kunstreich ornamentirten Sockel aus Syenitsteht das 3 x / 2 m. hohe ehrne, nach dem Modelle des ProfessorsHalbig von Miller in München gegossene Standbild des Königsder, im Costüm des Hubertusordens mit dem Königsmantel be-kleidet in sprechender Ähnlichkeit und königlicher Haltung, überden Hafen hinschaut. Unterhalb des Königsbildes befindet sichin sitzender Stellung eine Gruppe von 4 Personen, welche alle-gorisch darstellen, wie durch Eisenbahnen, Schifffahrt und HandelIndustrie, Kunst und Wissenschaft gefördert werden. Inschriftensprechen diese Gedanken aus und nennen die Städte, welche dasMonument errichteten.

In der Kühe des Seehafens stehen die Gebäude des Bahn-hofes, dessen Einsteighalle sich durch Leichtigkeit und Zierlich-keit der architektonischen Verhältnisse auszeichnet.

Folgender Spaziergang durch, resp. um die Stadt vereinigtso ziemlich alles Sehenswerthe der Stadt.

Vom Bahnhof führt die freundliche Maximiliansstrassemitten durch die Stadt. Das Pflaster ist ganz vorzüglich undmanche der Häuser sind mit alterthümlichen Erkern und Bogen-gängen, unter denen die Trottoirs durchführen, geschmückt.

Bald erreichen wir den Rathhausplatz mit dem alten undneuen Rathhaus.