27
man sie abgerissen, mäßig trocknen, alsdann aber be-feuchtet in die Erde stecken muß, damit sie wurzelnkönnen.
Dem Lavendel, wie allen andern Pflanzen, scha-det eine ihm minder angemessene Cultur. Wann dieErde allzufelt ist, und dann die Pflanze geschwinderals sie sollte aufschießt, so bringt sie zwar zeitig Blu-men hervor, und ihre Blätter werden von unge-wöhnlicher Grösse; dann aber dauert sie kaum einJahr, und ist nicht im Stand die Saamen zur Reiffezu bringen.
Allzuviel Feuchtigkeit, die sich zwischen der Rindeund dem Stengel ansammelt, schadet der Pflanze, denndavon springt die Rinde auf, und die Pflanze selbstwird schwarz.
An einem Ort, wo die Luft gefangen ist, und diePflanzen keine Bewegung haben, da werden dieAestgenschwach, sterben ab und die Pflanze geht zu Grund.
Alle Lavendel Gattungen, die einzige fleischfarb-ne ausgenohmen, blühen immer und selbst der Win-ter schadet den Blättern derselben, im südlicheren Eu-ropa wenigstens, nichts. Selbst in nördlichen Ge-genden haltet sich die ahrentragende L. (b.. 5? i c 3 )so gut, daß es kaum nöthig ist, sie mit Zweigenoder sonst etwas zu bedecken; nur dann haltet sie dieKälte des Winters nicht aus, wenn sie auf feuchtemBoden wächst.
Der Lavendel hat einen unsern Sinnen angeneh-men , durchdringenden und belebenden Geruch; aberes ist schwer die Empfindung, die dieser Geruch er-weckt mit Worten auszudrücken.
, Sein Geschmack ist bitter, mit einer gewissenWärme verbunden, auf welche aber bald eine leichte
Em-