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mehr beständig durch Küssen und Decken in seinesLage behalten kvnnte, dasselbe durch das Überge-wicht -es Auswuchses nach und nach gegen der inne-ren Seite gedrehet wurde, der innere Beinknopf undKnöchel ganz nach unten gekehrt, und der ganze FußVerdreht waren. Das obere Ende des Hüftknochenswar unbeschadiget, und nicht im mindesten verdrehet,welches man um so viel leichter beobachten konnte,da diese Verdrehung selbst in den Bedeckungen der in-neren Seite des Oberschenkels eine tiefe Falte ge-macht hatte. Wegen der äussersten Ausdehnung glänzteauch die Haut, und auf der Geschwulst selbst saheman gleichsam eingelegte Krampfadern. Die Krankelitte bey jeder, auch der geringsten Bewegung desGliedes so unaussprechliche Schmerzen, daß mannicht daran denken durste etwas gegen diese Verdre-hung zu unternehmen. Die den inneren Beinkopf um-gebenden äusseren Bedeckungen, wurden wegen desGewichts das immer auf sie drückte, angefressen, undunter ihnen erschien der nackte aber auch angefreßneund durch ungleiche Schuppen höckerichte Beinknopf.Auf der anderen übersich gekehrten Seite, wo der in-nere Beinknopf war, fühlte man keine Härte, wegeneiner Geschwulst, die sich seit weniger Zeit in einenfchwammichten Höcker erhoben hatte, heiß und rothwar, und sich zu öfnen drohete. Da die Kranke esverlangte, so legte man verschiedene reifmachende Sa-chen am diesen Buckel , der aber unveränderlich undelastisch blieb.
Endlich wurde im Aprillmonat der Schenkel, dervorher welk geworden, ödematds geschwollen, undein heclisches Fieber mit einem geschwinden, kleinen^und intermittierenden Puls rückte heran, das die durch
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