Buch 
Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
Entstehung
Seite
92
JPEG-Download
 

Oessnimg gemacht hatte , so laß er also an dieserStelle gerade unter der Hauc war. Bey nähererUntersuchung zeigte es sich auch, daß eben diese Por-tw:r die auf die letzte entstandene/ oben erwähnte Her-vor eagung gemacht hatte.

4. Nachdem man jezt alle Mus kein sorgfältig ab-gelöst hatte/ so kam nun die entblößte Geschwulstftlbst zum Vorschein/ die/ nicht wie sonst die meistenBalggeschwülste / mit einer eigenen , besonderen Hautüberzogen wäre. Doch war eine dünne Zellhaut vor-handen / welche die Oberfläche derselbigen eben mach-te. Sie war einem Gliedschwamm eben so unähnlich/als sie hingegen einer Speckgeschwulst ähnlich war.Es erscheinte sich daraus / daß sie auf dem Knochenund besonders von der Beinhant her entstanden seys,.weil die Muskeln / die Kniekehlen Schlag- und Blut-ader und die Nerven / ausserhalb der Geschwulst aufder Oberfläche derselben lagen. Das Hüftbein selbstwar zwey Handbreit lang in eine gleiche Masse verän-dert worden / so daß als man die Geschwulst zer-schnitte / man keine Spuhren mehr von dem ehmalsda gewesenen Canal wahrnehmen konnte. In derMasse selbst aber waren allenthalben verschiedentlichgrosse und harte/ unregelmäßige, schuppenartigeStücke Knochen, und knorplichte Knollen zerstreut,worunter dann und wann auch Fasern von Zellge-webe oder vielmehr Bänder vermischt waren, welcheder Geschwulst ihre Festigkeit gaben. Ein Theil derMasse, hatte wie schon gesagt, die Zwischenraumeder Muskeln so durchbohrt, daß er zunächst unterder Haut lag; dieser hatte sich so fest über den Bein-knopf gemodelt, daß man hätte glauben sollen, erwäre es selbst. Als man aber die Masse behutsam

trenn-