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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
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der in ihren vorigen Zustand verfiel, wobey ste einrothes Gesicht bekam, die Adern Heftig schlugen, sieauch einige Tropfen Blut aus der Nase verlor: dieseUmstände bewogen mich zum dritten mal eine Aderschlagen zu lassen, worauf dre Kranke wieder besserzum Verstand kam, und mir sagen konnte, daß ihreReinigung nun schon zweymal ausgeblieben sey: ichverordnete ihr daher solche Mittel, die diese Auslee-rung befördern sollten, ohne im Geblüt eine allzugrosseWallung zu verursachen. Indessen wurde ste unteri dem Gebrauch der gewöhnlichen Fuß- und Dampfbä-der, welche das. Geblüt gegen die untern Theile Hin-leiten sollten, den i6. Weinmonat mit einem Fieberbefallen, das steh durch einen Schauer zeigte, der diezwey darauf folgenden Tage in keiner bestimmten Ord-nung wieder kam: es wurde endlich ein anhaltendesFieber (k°. conrinua) daraus, welches ordentlich alleVormittage deutliche Exacerbationen machte. Sie be-klagte sich besonders währen- der Verschlimmerungüber Kopfschmerzen, und bekam, als das Fieber amhöchsten war, ein schweres Gehör.

Man reinigte nun zuerst die-ersten Wege und ge-brauchte alsdenn die in Fiebern gewöhnliche Mittel:gegen End des Monats entstand ein Schweiß, unddas Fieber schien in Gesundheit überzugehen.

Aber wieder alles Vermuthen, wurde sie wiedermit einem trockenen Husten und Heischerkeit, drückenauf der Brust, und etwas schwerem Athemholen be-fallen : diese Zufälle waren von Fieberaufällen beglei-tet , die zu keiner gesetzten Zeit wieder kamen, undmanchmal einen halben Tag, manchmal etwas kürzereZeit anhielten. Der Puls war ein wenig gespannt.Man schlösse hieraus nicht ohne Grund, die KrankheitK s habe