Buch 
Der Unwillige Barthle : das ist: Sittliches Gespräch, zwischen einem eifferigen Seelsorger, und einem einfältigen Bauren; in welchem jener disen unterrichtet, wie man unter der Zucht-Ruthen zeitlicher Trangsal die Vätterliche Hand Gottes erkennen, küssen, und anbeten solle zu süssem Trost aller betrangten und bekümmerten Gemüther vormahlen beschrieben, und zusammen getragen / von R.P. Josepho Langenauer Ord. S.P. Benedicti, dess Löbl. uralen Gottshauss Mehrerau bey Bregentz Subpriore &c.
Entstehung
Seite
57
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das bösiste Zeichen/ wann GOtt seinVatterliche Hand entziehet / dieZucht-Ruthen fallen lasset / durch dieFinger sihet / uns nach unseren Be-gierden und Gelüsten lasset gehen.Das beste Wetter war es bey demKayser liberio, wann er einen deretwas verbrochen / mit rauhen Wor-ten angefahren ; das böseste aber/wann er mit Stillschweigen sein Zornverbissen. Ich frage dich aber sech-sten Barthle! Ist es nicht ein bösesZeichen/wann man ein Kind/ ein un-gerathnes Kind/ das sich nach vilemZüchtigen nicht will besseren / endlichungestrafter nach seinem Muthwillenlasset dahin gehen? Wann man einenJoch- oder Zug- Ochsen nicht mehr anden Pflueg spannet/sonder bey vollemBaren lasset müßig stehen? Wannman einem Krancken nicht mehr wasschädlich issverbiethet/essen und trin-ken lasset / wann und was ihne nur