Aus dem Festakt zur Enthüllung des Telldeukmals ' 443
Sieh, ein Bild tritt aus den Dunkeln,Die dein ew'ger Sang erhellt!
Noch gewaffnet sind die StreiterMit nie fehlendem Geschoß,
Wie's der Tell trug, da er heiterFrevelmut gestürzt vom Roß.
Seit du schiedest, ward geschlagenUnter Brudern manch Gefecht,
Das als Friedensfrucht getragenReich und Armen gleiches Recht.
Golden glühn die HochaltäreDes Gebirgs, von Gott gebaut;
Daß wie sie die Freiheit währe,
Hofft ein Volk, das Gott vertraut.
Schillers Geist
<MH«r und froher).
Die Stätten, wo sie aus Erden geweilt,Suchen selige Seelen gern;
Was im Geist ich geschaut,
Wieder als Geist nur begrüß' ich:.
Uns grünende Flur '
Und der wehrhaften HirtenFriedsames Volk,
Hütend die Freiheit
Wie die Lämmer am Felsenhang.
Chor des Volks.
Sei uns gegrüßt, Sänger der Freiheit,Der uns den Tell geschenkt!
Schillers Geist.
Heil dir, Bolk, ans dem er entsprungen'Du hast die ZungenDes Dichters gelenkt!
Du hobst sein GefiederZum letzten Fluge;
Was ich gesungen,
Hast du errungen,
Und niir den Tell, den Befreier, geschenkt
Chor des Volks.
Du gabst ihn uns wiederMit deinem Blut getränkt!