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Moos wüßte. Sie kämen mit, riefen einige junge Burschen, unddie Masse verlassend eilten sie auf dem nächsten Weg Fraubrunnenzu. Als sie dort auf die Landstraße kamen, war ein hart Gedränge,eine Verwirrung ohnegleichen. Mit Gewalt fast mußten sie sichdrängen durch Bernersoldaten, die auf der Straße standen und müßigzusahen, wie vorwärts ein ander Bataillon mit dem Feinde sich schlug.Aus die wunderlichste Weise schlug man sich, schlug sich vereinzelt mitdem Feind oder wartete geduldig, bis es ihm gefiel, anzugreifen.Keiner unterstützte den andern; höchstens, wenn ein Bataillon ver-nichtet war, gab ein anderes zu verstehen, es sei auch noch da undharre des gleichen Schicksals. Das alles sah Elfi im Flug, und wenndie Soldaten, die sie mit Püffen nicht schonte, schimpften und ihr zu-riefen, sie solle heimgehen und Flachs spinnen, so sagte sie, wenn siedastünden wie die Tröpfe, so müßte das Weibervolk voran, um dasVaterland zu retten, und wenn sie was nütz wären, so gingen sievorwärts und hülsen den andern. Elfi hatte von Moos weg einegroße Linde gesehen, und bei dieser sah sie den Rauch von Kanonen:dort mußte' ihr Christen sein, dorthin eilte sie mit aller Hast. Alssie auf die Höhe kam, hinter welcher von Franbrunnen her die be-rühmte Linde liegt, wo die Berner vor bald fünfhundert Jahren dieGugler geschlagen hatten, donnerten die Kanonen noch; aber Elfi sah,wie rechts zwischen Straße und Moos, vom Rande des Rains gedeckt,Reiter dahergesprengt kamen wie der Nordwind, fremdländisch anzu-sehen. „Franzosen! Franzosen!" rief Elfi, so laut sie konnte; aberihre Stimme verhallte im Kanonendonner. Die Reiter wußten, wassie wollten: sie wollten die Batterie, welche ihnen lästig geworden war.Ebenfalls die Linde im Aug', lenkten sie, sobald sie unter ihr waren,auf die Straße herauf und stürzten sich auf die Kanoniere. Diese,ohne nähere Bedeckung, suchten zwischen ihren Kanonen sich zu ver-teidigen; aber einer nach dem andern fiel. Einen einzigen sah Elfinoch, der mit seinem kurzen Säbel ritterlich sich wehrte: es war ihrChristen. „Christen! Christen! wehre dich, ich komme!" schrie Elfimit lauter Stimme. Den Schrei hörte Christen, sah seine Elfi, sankaber im gleichen Augenblick zu Tode getroffen zwischen den Kanonennieder. Elfi stürzte mit der Wut einer Löwin auf die Franzosen ein;diese riefen ihr Pardon zu, aber Elfi hörte nichts, rannte mit ihrerGabel den ersten vom Pferde, rannte an, was zwischen ihr undChristen war, verwundete Pferde und Menschen; da fuhren zischendeKlingen auf das Mädchen nieder; aber es rang sich durch, und erstzwischen den Kanonen fiel es zusammen. Vor ihr lag Christen. „O
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