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Das Herz von Douglas.
4. „Die goldne Kette gib mir nicht,
Die Kette gib den Rittern,
Bor deren kühnem AngesichtDer Feinde Lanzen splittern!
Gib sie dem Kanzler, den du hast,
Und laß ihn noch die goldne LastZu andern Lasten tragen!
5. Ich singe, wie der Vogel singt,
Der in den Zweigen wohnet;
Das Lied, das aus der Kehle dringt,
Ist Lohn, der reichlich lohnet;
Doch darf ich bitten, bitt' ich eins:
Laß mir den besten Becher WeinsIn purem Golde reichen!"
6. Er setzt' ihn an, er trank ihn aus:
„O, Trank voll süßer Labe!
O, wohl dem hochbeglückten Haus,
Wo das ist kleine Gabe!
Ergeht's euch wohl, so denkt an mich,
Und danket Gott so warm, als ich
Für diesen Trunk euch danke! ,Vgr. i. Nr. ?8 und W.>
48. Das Herz von Douglas.
Von Moritz Graf von Strachwitz.
1. „Graf Douglas, presse den Helm ins Haar,
Gürt' um dein lichtblau Schwert,
Schnall' an dein schärfstes SporenpaarUnd sattle dein schnellstes Pferd!
2. Der Totenwurm pickt in Scones Saal,
Ganz Schottland hört ihn hämmern,
König Robert liegt in Todesqual,
Sieht nimmer den Morgen dämmern!" —
3. Sie ritten vierzig Meilen fast
Und sprachen Worte nicht vier,
Und als sie kamen vor Königs Palast,
Da blutete Sporn und Tier.
4. König Robert lag im Norderthurn,
Sein Auge begann zu zittern:
„Ich höre das Schwert von BannockburnAuf der Treppe rasseln und schüttern.