Aus dem Eid.
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Den Cid an den Beinen trug,Durchgenäht mit goldnen KreuzenWar die Kleidung; ihm am Halse,Eingefaßt mit der Devise,
Wellenförmig hing sein Schild.
Bon gemaltem Pergamente
Stand ein Helm ihm aus dem Haupte.
Ganz in Eisen eingekleidet
Schien er da auf seinem Roß,
In der Rechten die Tizona. —
Neben ihm zu einer SeiteGing Jeronymo, der Bischof,
An der andern ging Gil Diaz;
Beide führten den Babieca, .
Der sich seines Herrn erfreute,
Der noch einmal auf ihm saß.
Sacht geöffnet ward die Pforte,
Die hin gen Castilien führet,
Trabethor wird sie genannt;
Durch sie zog Pedro BermudesMit erhobner Fahne Cids,
Neben ihm vierhundert Ritter,
Zur Bedeckung ihr, voran.
Jetzt nun folgete Cids Leiche,
Hundert Ritter um sie her;
Hinter ihr Doüa Chimene,
Wohlbegleitet von sechshundertEdeln Männern, ihrem Schutz.
Schweigend ging der Zug und langsam,Leis', als wären es kaum zwanzig;
Aus Valencia waren alleLängst schon, als der Tag anbrach.
Alvar Faiiez war der Erste;
Wütend stürzt er auf die Mauren,
Die Bucar hieher gelagert;
Ungeheuer war die Zahl.
Traf zuerst aus eine schwarzeMohrin, die aus türk'schem BogenGist'ge Pfeile tödlich schoßAlso meisterhaft, daß man sieEinen Stern des Himmels nannte;Sie und ihre Schwestern alle,Hundert schwarze Weiber, streckteAlvar Faüez in den Staub.
Dies gesehn, erschraken alleSechsunddreißig Mohrenkön'ge;Furchterblasset stand Bucar.
Wohl sechshunderttausend RitterDünkt ihnen das Heer der Christen,Alle weiß und hell wie Schnee.
Und der schrecklichste vor allen,Reitend vor aus weißem Rosse,Größer als die andern alle,
In der Hand ein' weiße Fahne,
Auf der Brust ein sarbicht Kreuz;Sein Schwert glänzete wie Feuer —Als er anlangt bei den Mauren,Breitet ringsum er den Tod.
Alle fliehen nach den Schiffen,
Viele stürzen sich ins Meer.
Wohl zehntausend waren ihrer,
Die die Schiffe nicht erreichten,
Die des Meeres Flut verschlang.
Von den Mohrenkön'gen bliebenZwanzig; nur Bucar entrann.
Also siegt' auch nach dem Tode,Weil San-Jago ihm voranging,
Cid; gewonnen ward an BeuteGroßer Reichtum; alle ZelteVoll von Golde, voll von Silber;Auch der Aermste wurde reich.
Sodann sehten nach dem WillenCids die freundlichen BegleiterNach Sän Pedro de CardeklaNnhig ihre Reise fort.