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Weltgeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen in methodischer Anordnung / von Rudolf Luginbühl
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XX!V. Christoph Kolumbus. It99.

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ungeheuer und die weißen, bärtigen Männer in den glänzenden Rüstungenmit den donnernden Gewehren für Göttersöhne. Als sie aber sahen, daßdie Fremden sich nicht anschickten, sie zu verfolgen, kamen sie näher,wurden zutraulicher, fielen zum Zeichen ihrer Unterwürfigkeit aus die Erdeund einige betasteten sogar die Weißen. Da sich Kolumbus auf einerder östlichsten Inseln Indiens wähnte, so nannte er die Einwohner Indinner, und dieser auf einem Irrtum beruhende Name ist den Urein-wohnern der neuen Welt bis auf den heutigen Tag geblieben. — e) Alser erforschte, woher sie die Goldbleche hätten, die sie an Nasen und Ohrentrugen, wiesen sie ihn nach Süden. Deshalb verließ er schon nach zweiTagen Guanahüui, um im Süden Gold zu suchen. Kolumbus stieß aufmehrere kleinere Inseln; endlich erreichte er Kuba und von da ausHayti. Hier legte er eine kleine Festung an und ließ 39 der Seinenals Besatzung darin zurück. — <I> Am 4. Januar 1493 trat Kolumbusdie Heimreise an. Nach mehreren Wochen glücklicher Fahrt erhob sichein furchtbarer Sturm, der die zwei Schiffe — denn eines war schonfrüher gescheitert — zu verschlingen suchte. Kolumbus schrieb die Kundeseiner Entdeckung auf zwei Pergameutstücke, steckte sie in leere Fässer undübergab das eine dem Meere, das andere behielt er auf dem Schiff;denn er hoffte, daß dadurch die Entdeckung der Nachwelt gerettet werde.Doch der Sturm legte sich und bald landeten sie aus einer Azoreninsel.— e) Als hier die Hälfte der Mannschaft aus Land stieg und in einerKapelle ihre Dankgebete verrichtete, wurde sie auf Befehl des portugiefischen Statthalters gefangen genommen, jedoch auf die dringenden Vor-stellungen des großen Entdeckers nach einigen Tagen wieder frei gegeben.Kaum war Kolumbus wieder unter Segel, als ein neuer Sturm los-brach und ihn an die Tajomündnng verschlug. — t') Endlich am 15. März1493, nach 7 */-2 monatlicher Abwesenheit, landete er wieder imHafen von Pälos. Von hier begab er sich nach Barcelona, wo dasspanische Herrscherpaar ihn erwartete. Wie staunten die Spanier, als siedie Indianer, die wunderschönen Vögel und anderes mehr sahen, dasKolumbus mitgebracht hatte.

4. KolirrnUirs zweite Reife. 1493—1496. — u.) DerKönig empfing den Entdecker aufs glänzendste; er überschüttete ihn mitEhrenbezeugungen; auch bewilligte er ihm die Mittel zu einer zweitenExpedition. In kurzer Zeit waren 17 Schiffe und 1200 Mann bei-sammen. Leider gab's darunter auch viele Glücksritter, die möglichstschnell und mühelos reich zu werden hofften. — I-) Kolumbus fuhr diesmal mehr nach Süden und entdeckte die kleinen Antillen. Herum-liegende Menschenknochen belehrten ihn, daß dieselben von Menschenfressernoder Kannibalen bewohnt waren. In Hayti angekommen, fand er wederdie erstellte Festung noch die zurückgelassene Mannschaft. Diese war bisauf den letzten Mann ermordet, jene dem Erdboden gleich gemacht worden.Kolumbus baute eine neue Festung. — e) Da brach Unzufriedenheit