XX!X. Der dreißigjährige krieg. 1618—1018.
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als Retter begrüßt, Süddeutschland. — <1) In solcher Not wandte sichder Kaiser wieder an Wollenstem. Dieser, noch immer über seine Ab-setzung grollend, ließ sich entschuldigen, er sei gichtkrank und könne mchtkommen. Als er aber sah, daß der Kaiser zu jedem Zugeständnis bereitwar, sagte er zu. In drei Monaten hatte er ein Heer von 30,000 Alaunbeisammen. Zuerst räumte er Böhmen von den Sachsen, dann standen
Gustav Adolf.
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die beiden größten Feldherrn ihres Jahrhunderts, Wallenstein und GustavAdolf, einander bei Nürnberg elf Wochen lang fast thatenlos gegenüber.Bei einbrechendem Winter zog Wallenstein ab, um in Sachsen Winterquartierezu beziehen. Gustav Adolf folgte ihm. Dann kam es am 16. November1632 bei Lützen, westlich von Leipzig, zur Schlacht. Wallenstein unter-lag; aber Gustav Adolf mußte seinen Sieg mit dem Leben bezahlen.