XXXIV. Der Iwrdmncrikmnjche Freiheitskrieg. 1776—1783. 127
studierte er mit solchem Fleiße, daß oft erst die heruntergebrannte Talg-kerze seiner Nachtarbeit ein Ziel setzte. Eine englische Zeitschrift las erso eifrig, daß er die Artikel nachher wieder aus dem Gedächtnis nieder-schrieb. Als sein Bruder selbst eine Zeitschrift gründete, lieferte der15-jährige Benjamin eine ganze Reihe vorzüglicher Artikel, so daß erkurze Zeit nachher, als sein Bruder eines Artikels wegen ins Gefängniskam, dieselbe unter seinem Namen herausgab. Dann ging er auf dieWanderschaft. Er kam nach Philadelphia, später übers Meer nach Lon-
Benjamin Frmiklin.
don; an beiden Orten erwarb er sich als Buchdruckergesclle sein Brot. —v) Nach Philadelphia zurückgekehrt, errichtete er eine eigene Druckerei.Daneben arbeitete Franklin fortwährend auch an seiner sittlichen Verbesse-rung. Er führte zu diesem Zweck ein Heft, dessen Seiten er für diesieben Wochentage und die dreizehn Haupttngenden des Menschen qua-drierte, und in dessen Fächer er allabendlich seine Fehler mittels einesKreuzchens notierte. Bald wurde er Herausgeber der Pensilvanien-Zei-tung, die mit jedem Tag mehr Leser gewann; auch erweiterte er seinGeschäft zu einer Buch- und Papierhandlung. Er gab einen Kalenderheraus, der später unter dem Namen „Armer Richard" bis in dieentlegenste Farmerhütte seinen Weg fand. — Daneben war er noch