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Leitfaden für den zoologischen Unterricht in den unteren und mittleren Klassen der höheren Schulen / von Karl Kraepelin
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83
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Singvögel.

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Der Kolfrabe (Corvus corax) ist die größte Rabenart, glänzend schwarz.Er lebt fast wie ein Raubvogel (greift selbst Hasen an) und horstet einsamauf hohen Waldbäumen.

Die $aatftäI)C(Trypanocorax frugilegus; Fig. 126) ist schwarz wie der Rabe,aber bedeutend kleiner. Da sie namentlich den Engerlingen nachgräbt,so ist ihr Gefieder im Alter am Schnabelgrunde abgescheuert. Sie lebtund nistet gesellig, wie auch die ihr ähnliche, aber stets einen befie-derten Schnabelgrund zeigende Kobeitfräf)C (Corvus corone) und die unter-seits und auf dem Rücken aschgraue nebeUräfje (C. cornix), die im Osten

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Fig. 127. Eichelhäher.

Deutschlands Standvogel, im Westen Strichvogel ist. - Im ganzen scheinendie Krähenarten mehr zu nützen, als zu schaden.

Die DoJ)le (Coloeus monedula), mit zum Teil dunkel aschgrauem Gefieder,ist noch kleiner als die Krähen; sie nistet auf Türmen gesellig oder in hohlenBäumen.

Die (Elfter (Pica pica) hat ein schwarzweißes Gefieder und einen langenSchwanz. Sie ist ein arger Plünderer der Singvogelnester (Eier und Junge)und daher sehr schädlich. Sie baut ein überwölbtes Nest aus Dornen, indas sie gern blinkende Gegenstände verschleppt.

Der (EtdjelböJjer (Garrulus glandarius; Fig. 127) unterscheidet sich vonallen Rabenvögeln durch sein rötlichgraues Gefieder mit blauen Flügeldeck-federn. Er nährt sich besonders von Eicheln, raubt aber auch, gleich der

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