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Leitfaden für den zoologischen Unterricht in den unteren und mittleren Klassen der höheren Schulen / von Karl Kraepelin
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I. Abschnitt. Die Kreise oder Stämme des Tierreichs.

Elster, die Eier und Jungen aus fremden Nestern. Er ahmt die Stimmenvon Sing- und Raubvögeln nach.

Verwandt mit den Raben ist der einheimische Pirol oder Vogel Biilow (Oriolusgalbula), ein scheuer Waldvogel, der sich namentlich von Raupen und Beerenfrüchtennährt und sein Nest zwischen einer dünnen Zweiggabel webt. Das Männchen istprächtig goldgelb mit schwarz, das Weibchen gelbgrün geiärbt. Er kommt spät(Pfingstvogel) und zieht früh wieder fort.

§

Fig. 128. Paradiesvogel (Männchen).

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Ebenfalls an die Raben schließt sieh die Familie der wegen des wunderbarenFederschmuckes der Männchen (Fig. 128) berühmten und viel verfolgten Paradiesvögel(Paradiseldae) an. Es sind Bewohner Neu-Guineas, Nordaustraliens und der benach-barten Inseln.

8. Farn. Schwalben (Hirundinidae). Die Schwalben haben einen winzigenplatten Schnabel (Fig. 129), aber einen weiten, bis hinter die Augen sich öff-nenden Rachen, wodurch sie befähigt sind, Insekten im Fluge zu erhaschen.Es sind zierliche, geschickte Flieger mit langen, schmalen Flügeln, aber mitkleinen, schwachen Füßen. Ihr Nest bauen sie meist aus Erdklümpchen, mitSpeichel gemischt, seltener legen sie Erdhöhlen an (Uferschwalben). AlleArten ziehen im Winter fort.