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I. Abschnitt. Die Kreise oder Stämme des Tierreichs.
Die Familie der Nashornvögel (Bucerotidae), in Ostindien und Afrika, ist aus-gezeichnet durch einen zwar leichten, aber kolossalen, oft auch mit mächtigem Hornversehenen Schnabel. Sie nisten in hohlen Bäumen, in denen sich das Weibchenwährend der Brutzeit bis auf einen schmalen Spalt einmauern läßt und dann vomMännchen gefüttert wird (Schutz gegen Feinde).
4. Ordnung: Klettervögel (Scansores).
Die hier als „Klettervögel“ vereinigten Vögel zeigen in Bau und Lebens-weise große Verschiedenheiten, doch ist allen gemeinsam, daß zwei der vierZehen nach hinten gerichtet sind (Kletterfüße;
Fig. 134). Wie bei den vorhergehenden Ord-nungen sind auch die Jungen der Kletter-vögel nackt und hilflos aus dem Ei kriechendeNesthocker. Der Stimmapparat ist nichtso ausgebildet, wie derjenige der Singvögel.
Ihre Nahrung besteht aus Insekten und Sämereien.
Fig. 134. Kletterfuß eines^Spechtes.
1. Fam. Spechte (Picidae). Der Körperbau der Spechte entspricht in hohemMaße ihrer Gewohnheit, an Baumstämmen herumzuklettern: die kurzen Kletter-füße haben spitze Krallen; ein steiffedriger Stemmschwanz gibt dem Körperfesteren Halt am senkrechten Baumstamme. Durch ihren keilförmigen, starken
Fig. 135. Spechtkopf mit vorgestreckter und zurückgezogener Zunge.
Schnabel (Fig. 135) mit meißelförmiger Schneide und durch starke Nacken-muskeln sind sie befähigt, tiefe Löcher in das Holz (selbst in gesundes) zuhacken. Die darin verborgenen Insekten und Larven ziehen sie dann mitihrer lang vorstreckbaren, klebrigen, an der Spitze widerhakigen Zunge hervor.Das Hervorstrecken der Zunge geschieht mit Hilfe der langen, sich ganz umden Kopf herumlegenden Zungenbeinhörner (Fig. 135). Die Nester (ebensodie sogenannten Schlafnester) werden meist in hohlen Baumstämmen angelegt,