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Leitfaden für den zoologischen Unterricht in den unteren und mittleren Klassen der höheren Schulen / von Karl Kraepelin
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Unregelmäßige Seeigel. Seesterne.

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Der gemeine Seeigel (Echinus esculentus; Tfl. VIII Fig. 3), mit fast kuge-liger Schale und Stacheln von der Form der Igelstacheln, ist gemein inder Nordsee.

Der Stein=Seeigel (Strongylocentrotus lividus) des Mittelmeeres wohntin selbstgebohrten Felsenhöhlen.

Große kolbenförmige Stacheln hat die namentlich in früheren Erdperioden (Kreide)verbreitete Gattung Cidaris, große zylindrische Stacheln die Gattung Heterocentrotusder Südsee.

2. Ordnung: Unregelmäßige Seeigel (Irregularia).

Der After (Fig. 451 A, 452A) liegt nicht in der Mitte des Rückens, sondernan der einen Kante der Unterseite. Die Saugfüßchen sind in einer Rosetteauf dem Rücken angeordnet.

Die Familie der Schildigel(Clypeaster) besitzt einen zen-tralen Mund (Fig. 451 M) mitKauapparat. Der Körper istplatt, schildförmig.

Die Familie der Herzigel(Spatangus) besitzt einen ex-zentrischen Mund (Fig. 452 M)ohne Kauapparat. Der Körperist herzförmig.

Fig. 451. Schildigel. Fig. 452. Herzigel.

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III. Klasse: Seesterne (Asteroi'dea).

Die Seesterne besitzen einen flachen, meist sternförmig in Arme aus-gezogenen Körper (Fig. 453), dessen Haut eine weniger starre Verkalkungzeigt als diejenige der Seeigel. DieRückenfläche ist meist von leder-artiger Beschaffenheit, kann jedochauch durch eingelagerte Kalkplattenerhärten. Die Bauchseite zeigt eineregelmäßige Anordnung von ge-lenkig miteinander verbundenenPlatten, welche vom Munde in dieArme bis zu deren Spitze sich er-strecken. Durch feine Poren dieserPlatten treten die in Reihen gestellten,stets nur an der Unterseite ent-wickelten Saugfüßchen nach außen (Fig. 454). Die Platten mit Saugfüßchenliegen in einer Längsfurche der Arme eingesenkt und werden von undurch-

Kraepelin, zoolog. Leitfaden. 6. Aufl. 18

Fig. 453. Gemeiner Seestern.