Die Organe des Stoffwechsels.
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Speichel, ist eine wasserklare Flüssigkeit wie der Speichel der Ohrdrüse;er vermag wie dieser Stärke in Zucker zu verwandeln, wirkt aber auch zer-setzend auf die Eiweißstoffe und verteilend auf die Fette ein.
Aufsaugung des Chylus. Nachdem so durch Einwirkung mannig-facher Reagentien die drei großen Gruppen von Nahrungssubstanzen, dieEiweißstoffe, die Fette und die Kohlehydrate, in eine lösliche oder fein ver-teilte Form gebracht sind, können sie von der Wandung des Darms aufge-sogen werden. Zu dem Ende ist die Innenwand des Dünndarms auf ihrerganzen Fläche dicht mit zylindrischen Auswüchsen, den sogenannten Darm-zotten, besetzt, die nicht nur von feinen, die Eiweißstoffe und Kohlen-hydrate aufsaugenden Blutgefäßen durchzogen werden, sondern auch in ihrerMitte einen gegen die Spitze derZotte blind endigenden Hohlraumenthalten, in welchen das zufeinster Verteilung gebrachte Fettals trübe, milchige Flüssigkeithineinfiltriert (Fig. 516 a, b). Vonhier wird die nunmehr als Chylusbezeichnete Flüssigkeit durch eineals Fortsetzung der Darmzotten-hohlräume sich darstellende undzunächst in der Darmwand reichverzweigte (Fig. 5166), dann aberim Gekröse verlaufende Röhren-leitung (die Chylusgefäße) einerzum Herzen gehenden Blutvene(der linken Schlüsselbeinvene) zu-geführt. Die Fortbewegung derFlüssigkeit aus den Hohlräumender Darmzotten in die Chylusgefäße erfolgt durch Zusammenziehen der Darm-zotten; ein Zurückströmen der Flüssigkeit wird durch Klappen in den Chylus-gefäßen verhindert.
Der Dickdarm. Der Dünndarm, in dessen Wandungen der Aufsaugungs-prozeß vornehmlich sich abspielt, fügt sich fast rechtwinklig dem weiten, quer-gekerbten Dickdarm an (vgl. Fig.515 u. 517 DckD), der unterhalb dieserAnsatzstelle noch eine sackförmige Ausstülpung, den Blinddarm (BD) undan diesem wieder den dünnen, kleinen Wurmfortsatz (W) trägt (häufigeErkrankung dieser Gebilde durch Festsetzen von verhärteten Speiseteilen,Fruchtkernen usw. in dem engen Wurmfortsatz). Der Dickdarm steigt ander rechten Seite des Bauches als Grimmdarm empor, zieht quer überden Magen nach links (vgl. Fig. 515), um sich dann in S-förmiger Krümmung
ci.s
a b
Fig. 516. a Einzelne Darmzotte mit Chylusgefäß,b Querschnitt durch die Darmwand mit Chylusgefäßnetz.