4? Agil'«,, Agouty
einesBanquiersoderWechselschlieffcndcn,undzugleich auf die Nothwendigkeit, die ihn drin-get,sein Geld auf Wechsel abzugeben, oder ei-nes andern sein Geld auf Wechsel zu nehmen,ankommt; beydes läst sich durch lange Übung«lernen und beurtheilen, niemahls aber ingewisse Reguln einschlieffen, welches denneben das viele Lehr-Gcld, das mancher in die-sem Wechsel-Kego-iu geben muß, verursa-chen kan.
Agiven, ctivas handeln, verrichten, klagen widereinen, einen vexiren, das Vieh treiben, widerden Feind agircn.
Agtey, seynd gar schöne Blumen,
theils nach der ausserlichen Gestalt, theilsauch der Farbe nach von einander unterschie-den , indem einige abwärts Hangende, andereauswärts stehende, einige Glocken-ähnliche,andere Stein-sörmigc Blumen haben. Etli -cheseynd einfach, andere gefüllt, von Farbensiehet man gantz meiste, grünlicht-meiste,«laue, rothe, purpurfarbene, blau und weißgescheckte,roth und weißfärbigtc. Sie wachsentheils wild und von sich selbst; in den Gärtenund fetten Erdreich aber viel grösser, schönerund vollkommener. Ihre Pflankung geschie-het aus dem Saamen, welcher etwa» 24.Stunden zuvor, ehe der Vollmond eintritt,sollabgeschnitten und gcsammlct,und entwe-der das folgende Jahr darauf, oder noch selbi-gen Herbst, gleich nach dem ersten Vicrtheildes Monden wieder eingesäet werden. Sievermehren sich zwar auch an den Wimpeln,da man sie denn an den Stöcken zertheilen,und in dem Herbst einlegen und verpflam-enkan, vor allen soll man sich bemühen meisteAgleyen zu bekommen, und den Saamen da-von fleißig einzusammlen, weil die davon auf-gehende Blumen sich sehr verändern, und mitallerley Farben wunderschön zu spielen pfle-. gen. Der Saamen wird in schwerer Geburt,Wecken und Masern, hitzigen und gifftigcnKranckhciten, für Schwindel und andere Ge-brechen gebraucht. Die Tinctur von denblauen wird gar sonderlich wider die Pockengerühmet. Und der Eßig in hitzigen Fiebernäusserlich gebraucht, s. Akley. '
Agnosclven, erkennen; unter denen mit Bries-schastten und Rechnungen llmgehenden trägtes sich oft zu, daß sie ihre Hand agnosciren, uiidsolche sonderlich für die ihrige in Gerichten,erkennen oder diffitircn müsse».
Agnus callus, s Reusch-Baum.
■Agon, ein Kampfs, sonst die höchste Lebens-Ge-sahr; daher sagt man, erliegt in agon« oderin letzten Zügen.
Agonia, ist ein vermischter Affcct des Gcinüths,aus Zorn und Furcht, Furcht und Hoffnung,Hoffnung uiid Traurigkeit; eigentlich einStreit widriger Gemüths-Bewegungen. Eswurden auch vor diesem gewisse Feste zu Rom Agonia oder Agonaiia genennet, welche mandem s ano w Ehren, um ein gutes Jahr zu er-langen, celebrirte. '
Agouty. ist ein Amerikanisches Thier, in derGrösse eines Eaninichens, von duncklcr Far-be, mit einen, kleinen und unbehaarten
Agraffe Ahlen-Schmidr 44
Schwanke, hat zwey Zähne im Obertheiledes Rachens, und auch so viel im unternKinnbacken. Es pfleget seine Speise in denzweyen vördern Pfoten zu halten, nicht an-ders als ein Eichhörnlein, und schreyet im-mer, als ob es gar eigentlich das Wort Coveyausfprächc.
Agraffe, ein Hacken an einem Juwel, damit das-selbe angehänget wird, daher dieselben abusi.ve Agraffen genennet werden. t
Agrifolium, s.^tech-palmen.
Agrimonia, s.Ddermennist.
Agrippa , wird das Kind genannt, welches in derGeburt mit den Füscn zuerst kömmt.
Agrypnia, Fervigilium, ist das übrige Wache»,oder die Schlafflosigkeit, -welche ihren Ur-sprung von allzustarcker Bewegung der te-bens-Gcister nimmt.
Agrypnocoma, siehe Coma Vigil.
Agtstem, gelber, Succinum cirxinum, sieheSuccinura, it Bernstein.
Agr-odcr Gagar-Stein, schwartzcr, 0w
tes , <Ambra nigra, Succinum nigrum Franst.
cAgaibe, Spanisch iäMvte , ist ein schwarkcr,glätter und gläntzender Stein, einer ölichte»Substank, oder vielmehr ein coagulictcsXa-phtka, oder Stein-Ocl, dahcro er auch an da!Feuer gehalten, wie Berg-Pech brennet.Kulandus erzehlct dessen unterschiedliche Ar-ten, als da ist 1.) 'ffhraciu- Uapis, schivartzekAgt-Stcin, 2.) Lithantrax, ein ErdlarbigcrStein aus bflaptirfia und Berg-Pech zusam-men geronnen, und z.) die Stein - Kohlen, s.
Gagates.
Aguapa, ei» Baum in Neu-Granade in Ame rica , dessen Schatten so schädlich, daß wen»ein Spanier darunter einschläfft, er dickan'-schweltet, pin nacketer Wilder aber würdebersten.
Agul f lAlbagi Meine er um , Genißa fpartium fpimfm
f.ins polygam, ist du kleines sehr stachlichtk!Bäumlein oder Strauch, dessen Blättlcinlänglicht sind, und wie die Blättcrlcin amgrossen Wegetritt, Centinodia, aussehen.Es bringt röthlichte Blümlcin ingrosserMen-ge, und auf dicseldeik folgen die rothen Saa-men - Hülsen.' Die Würuel ist lang, und sie-het purpurfarben. Dieses Gewächse wachst,in Arabien, innersten und Macedonien. Mden Blätter» findet sich des Morgens früheine Art Manna, wie Eoriander-Körner, wel-che eben also schmecken, wie dieFrantzösischrManna, wenn aber die Sonne draufscheinet,so zerschmeltzt und vergehet sie. Die Blatterdieser Staude sollen purgiren. . .
.Agyrta, Circulator, Circumforancus ,
Quacksalber, Marckschreyer, Land-und Leut-Bctrieger, Schlangcnsanger, der am denMärckten herum ziehet, und seine quacksM?rische Artzeneycn, mit vielem Schreyen undPralcn dem ihm angaffenden Dolck anpreiset;item ein Planetcnleser. ., .
Ahlen - Smnudr , dero Handwerck geher«
' unter die Geschenckten, wiewohl ihr GMenäsich nicht gar weit, sondern nur in Stever-marck und Schmalkalden erstrecket. Man