Akley
A la braise
47 Air Akamvs-Baum
ler Gelegenheit (indem man auch die Tom-1pagnicn wohl unteescheiden muß, ob sie aus ho-|Heu, gleichen, oder gar niedrigen Uersoncn be- !stehen, oder ob sie alle 3 . unter einander vermi- jschetseyn,) item nicht zu allen Complexionen,Taillen oder Proportionen sich schicken, vor-nehmlich hat einTanrer in der au . die er an-nehmen will, zu beobachten, (. 1 .) wer er selberilt, ( 2 .) wer die Personen seynd, die zugegen,
(z.) mitivem man tam-t oder conversirt, (4.hbey und über was Gelegenheit, und wo mansolches verrichtet.
Alr. heiffen die Mahler, die geschickliche Stellungund Ansehung eines Bildes, als z. e. in desRaphaeis Wercken sind die Kopf - StellungensUrnirabie, das ist, die Gesichter haben eineschone Gestalt und Ansehen. Man sagt auch,daß eine AU in einem Gemählde sey, wenn dieFarbevonallen Leibern nach den unterschiede-nen Graden der Entfernung verringert odergeschwachet ist; und dieses wird auch das Lust-Perspectivgenennet.
Alrl, eine ArtPalmen in Brasilien ; Er wächstsehr hoch, hat lange Blatter, den Stainm mitscharffen Dornen umgehen, und eine rundeFrucht mit einem weihen fetten Marck ange-füllet, so aber nichtzu genicssen. Das Holn istschwärn, hart, und so schwer, das; es im Wasserzu Boden sinckt. Die Wilden brauchen es ih-re Streit-Kolben daraus zu machen.
Airamantia .(iei)? Aerojnancia.
Airs reieves, istdie Bewegung der Pferde, so siehöher als terre ä rerre machen, welches sie ge-meiniglich thun, wenn sie (lrovxaäen , Cour-betten , Balotaden und Caprioien machen.
Aistheterjum, t s£ßbtterwm, ist derjenige Theil imGehirn, wo der Sinnen ihre Nerven sich endi-gen und der Anfang der m -mm 1 -- obionga-a-,nicht aber, wie einige wollen,der Gianduiae t i-
vealis ist,
A/tiga, siGbamLpiry-s.
Ai*oon, ist ein Wasser-Gewächse, welches wiedie gemeine Aloe ausstehet, alleinc die Blattersind weit kleiner lindem dem Rande stachllcht.Mitten zwischen dencnselben heraus erhebensich wie kleine Röhrlcin, oder Scheiden inKrebsscheeren Gestalt, wann die sich öffnen,lassen sie wcisse dreyblätterichte Blumen sehen,in deren Mitte kleine gelbe Haarezu befinden.Die Wurr-eln sind lange runde weisse Fäden,die sehen als wie Würmer. Dieses Krautwächst in Morast und in andern feuchten Or-ten; Es führet viel Saltz und Feuchtigkeit,ober wenig Oel, dienet zur Kühlung und Der-dickcrung derer dumuruur, wann es äusserlichaufgelegt wird. Das Wort Aizoon kommther von semper vivens, weil dickes
Gewächse eine Gattung sem pervivi ist.
Akamos-Baum, ist ein überaus hoher und di-cker Baum, auf der Iusul ivionl-rrar. trägtlange und glatte Blatter, mit gelben Früch-ten, welche denMaumen gleichen, aber so bit-ter seynd, daß sie nicht können gegessen wer-den, als allein von den wilden Tauben zu ge-wisser Jahres-Zeit, welche daher auch einenbittern Geschmack bekommen. Wenn mandeffe» aschfarbige und rumpelichte Rinde öff-
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iict, so fliestet eine milchhaffte Feuchtigkeitheraus.
Aklry, Akeley, ist ein Wurycl - Gewächs, hatGlöcklein zu Blumen, bestehet in allerley Far-ben, besamet sich selbsten, wenn es einmahl inden Garten kommt, und find die gefügten dieschönsten, florircn gememiglich im May undIunio. Siehe Agiey.
A>a ist ein vieldeutiges Wort, und wird insge-mein ein Flügel an den Vögeln und Feder-Weh, auch an ocn Wind-Mühlen also genant. ^In der Anatomie aber kömmt das Wort AI,sehrvfftvor, und wird von vielen TheilendesLeibes gesagt, als da werden die mit Haarenund innerlichen Drüsen bekleideten Hölen un-ter der Schulter Ai-e genannr, wcnwcgen auchder garstige Schweiß, so sich in dicler Hilcsaminlet, nachdem der Leib erhmet, swwr ah.riim heiffct, inglcichcn werden dieOhr-Läpp-lein, AlT aurium genannt, wie auch die bey-denSeitender Nasen, iatera Ibi asi. item Nym-
pharum pinnul® seu labia pudendi mu-
liebris, werben ebenfalls A l a- genannt. AliVetperrilionuin seynd ilibtileHäutlemindmTubis 5aiiopianis oder Trompeten derBähr-Mutter.
Aiadandici-S lapls, ist ein schwärzlicher und gel-ber Stein; durchsichtig und gleichsam mitDurchschnitten oder Rwen unterschieden.
Alabaodicken, s Alrnandine.
Alnbasterer, diejenigen, so diesen Nahmen süh-ren, haben keine gewisse Aunfft, sonder» wermit dem Alabaster wohl umzugehen weiß, undsich dainit fortzubringen getrauet, hat Frey-heit, seine Nahrung, so gutcrkan, dadurch znsuchen.
Alabaster- Stein, ^hbastnm, ist ein sehrzartund weicher Stein, woraus nicht allein aller-hand Geschirr und andere Sachen gedreht!werden, sondern er wird auch in der Art-ncyge-braucht. Man hat davon dreyerley Sorten,
' als weiffen, röthlichten und grünlichten. Die-ser Stein ist den Alten nicht unbekannt gmc-
i sen,und haben sie ihn unter die Arten des Mar-
| mors gerechnet, welchem er auch dem äusserst-chen Ansehen nach, vermittelst seines GlaneeSund der zierlich durchzogene» Adern uildStrie-men sehr wohl gleichet,aber an Hartigkeit dem-selben bey weitcin nicht gleich könimet. Hcut
• zu Tagewird sonderlich zu Nürnberg sehr viel
- Alabaster verarbeitet, und daraus zierliche
Crucifixe, auch andere wohl gemachte und pre-portionirte Bilder daraus geschnitten, zierlicheLeuchter, Kruge, Becher und Flaschen, Schüs-seln, Schalen, Säst; - Fässer und anderes mit-bares Gerald, insonderheit aber verschiedeneGattungen von Käsigen und Büchsgen verfer-tiget, welche sie auch nach Belieben mit unter-schiedlichen Farben zu zieren und zu deinen wis-sen. Der Abgang von dieser Arbeit wird ge-brannt, und zu Gips geuracht, dauiit alsdanndie schönsten Zimmer überzogen, mit zierlichdavon fvrmirten Bildern ausgezieret, und zuvielfältigen Nunen ferner angewendet.
Alab aüra, nennet man diejenigen grünen Blat-ter, welche die Blumen umgedcn.
* A la braise, ist ein gedämpfftes Essen, welches I»
einem