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Curieuses und reales Natur-, Kunst-, Berg-, Gewerck- und Handlungs-Lexicon ... / nebst einer ausführlichen Vorrede Herrn Johann Hübners
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1611-1612
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i6n Rssaee -Wein Rose_

scheu Grund geben, und sie fieißig befeuchten,Durch das Acuglen, so am besten gar früh ge-schickt, wann sie anfangenzu knospen, ka» mannntVerwunderungvielerleyRosen auf einenStock bringen; sh man auch Knoblauch zu denRosenstocken seyet, so wachsen sie nicht alleingerne, sondern bekommen auch einen starckcrnGeruch.Jn der ^leäicin braucht man die Ro-sen wider vielexhandKrgnckheiten, als da zie-hen die rothen abgetrockneten zusammen, diefrische» laxiren, und starrten sonderlich dasHaupt, die leibfarbenen lapiren urgleichen, dieweiffen ziehen zusammen und stärckcn, insge-sammt aber kühle» sie, und diene» gegen Flüs-se, Fieber,Dürst: das gelbe in den Rosen ziehetan, trocknet, lind ist sehr gut für das Zahn-Fleisch, dahcro es auch unter die Zahn-PulverLenoimncnwird. 2» deii Officincn hat manbiß37-Zubereitungen, die alle von den Rosengenommen werden.

Aofaccr wein,wachst in der landschafftbrigul.in der Gegend von AqMi-ia. nahe bey derStadtRoseecio, ist sehr delieat, und kömmtdeM k'slerno nells Campania CtlVsl£ bey.

Rps? Istiertahunr«L,/ernoln»in (lordo.istcinGe-wachs, welches am Ufer des rothe» Meers Nil

S and hervor wächst. Sie bestehet aus einemi Handbreiten Stäudlein, hat viele sich inieinander flechtende, hvlyiate Aestlein, kleine!längliche und schmale Blatter, träget in der,Mitten runde Körner oder Früchte, und istinsgemein ftlbstcii rund, ehe sie sich von einan-!der thut, ivelches in marinen Wasser geschickt.Daß sie sich aber in der Christ-Nacht allein,wie die einfältigen heute glauben, aiifthiinfette», ist eine Fabel, stiitemahl solches auch inandern Nächten, vermuthlich durch des Win-ters Feuchtigkeit geschiehet, indessen machendie Marckschreyep ein Haussen Wesens von ih-ren Tugenden, und sagen, daß sie absonderlichden Gebührenden die Geburt befördere, s.Amomumcordo.

Rosalnno>,is s. Lilium album.

Rosa nautica, s. Rost des LüMpaffps.stosa s^tvestri« s. c^posbatos.

Uose, das heilige Feuer, Roti)l<nif,2lnto-NiUS-Feucr, Eryßpelas, Ign'tsßuer, ist ein Zu-fall,welcher gemeiniglich an dieArme lindBei-ne kominet, jedoch nicht allezeit, sondern auchin das Gesicht, und auch wohl au den Rücken.Es macht diese KranckheitdeinPatieilttn gros-se Schmcrycn, und stellet sich bey etlichen, soLarzu geneigt, gar leicht aus eine vorgegangeneAlteration von Zorn, Aergerniß,Furcht oderSchrecken ein, und zwar als eine kleine EUva-ticm yder Erhöhung welche von der übcrge-lauffencn und zwischciiFcll und Fleisch stecken-den Galle entstehet, daher sie auch durch diegelblichte Farbe grosse Hitze und Stechen zuerkennen giebet. Dte Rose, welche an demHaupt und der Brust hervor kommt, ist nichtgusscr Gefahr, sie will aucv mit allem Ernst, sowohl mit innerliche» als aufferlichcn Mittel»tractiret werden.

Uose, hcist der krause Ring, der um eine Hirsch-Stange gehet.

Rc>w yes Kompasses, die Schiffs - Rose, Ko-

Rosen-hlder Roß-Eastanicu

t5ij

fa »antic* $ ein 3nÄÖUi5£rpappeten Papier, welcheSrundMaL-und darauf die Z 2 Winde dlirch eben st Mabgezeichnete, rmd von dem Mittclpiiii «

Rojen-Eßig, s, 0x>trbodinum

Rostn-Gur, nennet ina» gewachst»»,»!«,,digencn Virrioi.

Rosen-Holder/s. 8ambucus aquatica

Roftnobel,eiiicaltc Englische güldcmMmESt '4o. Ducaten-ELchen,gistgetzThaler. Auf der einen Seite stehet ciiie M-mit der Umschrifft: .Jesus autem transiea»

per medium illorum ibat.

Rosen-wurycl, s. Rhodia Radix.

Roseola:, sind kleine hiyige und brennende Mterlcin, welche ihrer yice wegen, dstUwder Rose oder des Rottzlauffs an sich hak«

Rosette nennen die Franposen cine aiiSW-lien-Holk-Tiuetur bereitete rothe Kreide.

Rosinen, s. Paffutae.

Rosmatinus hortensis angustiore solio, C.B,Rosmarin, wez-'rauctz,wurgel, ltä®häuffig und zwar wild in Franckreich niitAunie». Hier und anderswo wird csiiiMnerzogen, die Blätter und Blumen MstWistarck in den Apothecken gebraucht. Der ÄEaanicn gczcugteRosmari» ist nichtse d««-hafftig als der wilde, soiideriidicnctbOriiikHaushaltung, zuin ausdörren, WchrBm-ne» u. d. g. Er wird durch ZerreiffW d«alten Stöcke, insge>nein aber bmchZmWiioder Schößlinge vermehret.

Rosmarinus Sylvestris, f porsil).

Ros Solis, Rorelitt,Sponfa j's//s,SoNM>I-TtM,

ist zweyerley, groß und klein, maJvrLmi»«»Männlcin iXsas,nd Weibleinrunden und länglichtenBlätternk-ii°i°->i°-do & obiongo,wächst an sandigen,doldE»-reichen und ivasscrigen Orten,

Moos aus den Wiesen. Las Kraut teilfür die Engbrüstigkeit, Stein, schirere»Pest und Wunden, äusserlich für da»MWeh, Unstiinigkeit. DaS gebrautelinttura, Ros Solls Aquavit, sind Ml«S* s

mcldteu Gebrechen dienlich.

Rossoiis, ein also genannter aiiiiehMlichcrDcker Uquor , oder liebliches sgu- v»-. mhin und wieder in den Apothecken Bemm,insonderheit aber häufstg s°n den stall« >tmd Savoyarden gcsührct, als welche ihr »riner-Koisuiisfür das beste unter derzleMUquoriMis ausgeben wollen.

Roß, ^der Meiner Nahebanck s Riemer.

RoßAeryte s. Veretlnsrii.

Roß-Aloe, s. Aloh ttaballina.

Roß-Dalet, ein Aiifzug r»Mbr, b«> Mehe Reuter, mit wohl abgerich cten g;nach dem Troiiipetemund Bauckn-^mit abgenieffenen Tritten und «ggleichsam einen Tan« machen. ^ E

bey hohen Frcuden-Fkstcu.uiid wird Mheit das, so bey dem erste» p

fetsg Leopoidi gehalten wordcii, gemhuict

Roß-Eaftanlen, s. ^