1619 Rudi» Rubrica
Rubrica
«inen schädlichen Meelthau angelauffencnFrüchten gelaget.
R»biN/ rhI/mus , ein schöner rother Edelgcstei»,kommt aus Ost-Indien, sonderlich aber ausdem Königreich Pegu und der Jnsul 6eyian.Es wird auch eine, wiewohl schlechtere Art, inBöhmen und den Schlesischen Gebürgen ge-funden, sonderlich aber eine Art von Kiesel-stein, offt grösser als ein Ly, welcher, wann erentzwei, geschlagen wird, schöne Rubinen insich hält, die den Orientalischen nichts nach-geben, sie seynd aber selten zu finden. Wennder Rubin eine Gelbe an sich hat, so wird erfür einen Granat oder Yyacinth ästimirct.So herrlich und vortrefflich aber ein Rubin seyn mag, so hat er doch, wie alle andere Ldelge-steine, auch einer Folie z,„n unterlegen nöthig,und wird solche entweder von Mastix- oder voneiner gefärbten gläsern Substane gemacht,oderman braucht auch eine roth-güldene Folie dar-in, Daher leichte zu schlieffen, wie die Rubinekönnen verfälschet werden, gestalten denn eini-ge, wenn der Rubin von einer gar bleiche» Ro-the ist, nur eine rothe Gold-FoUe, Farbe, oderroth gefärbtes Glas darunter legen. Anderenehmen einen weissen Sapphir, Topas oderCrystall, und legen eine roth-güldene Foliedarmiter, und was dergleichen Arten mehrseyn mögen. Es seynd aber, wie oben gedacht,sonderlich 2. Ocrter im Orient, wo die Rubi-nen gesunden werden, nehmlich in dem Kö-nigreiche Pegu und in der Jnsul Eeylan.Der erste Ort ist ein Berg, so Capelan heiffet,12. oder'mehr Tage-Reisen vonSircn gegenMrd-Osten, welches die Residenz des Köni-ges von Pegu ist. Aus desselben Berges Gru-be», werden nebst den Rubinen auch Espinei-les oder Rubin-Korn, gelbe Topasen, weiß undblaue Sapphircn, Hyacinthen, Amcthisten,und andere gefärbte Steine gebracht. Derandere Ort ist mitten in der Jnsul Leylan,allwv ein Fluß, welcher bißwcilcn von Regenstarck anlaufft, nachdem sich aber das Wasserverlauffcn, so findet das arme Volck in denrausgewaschenen Sande des Ufers Rubinen,Sapphicen und Topasen, welche mehrentheilsnoch schöner, als die aus Pegn kommen. InBöhmen ist eine Grube, aus welcher manSteine, von verschiedener Grösse, als wie Eyerund Fäuste, bringet; wenn diese zerschlagenwerden, findet man darinne Rubinen, die ebenso hart lind schöne sind, als die von Pegu, auchwohl schöner und grösser.
Rubinus duorum fratrum, ist bey dtN ChymicisRubinus arsenidunb Schwefel-Blume».
Rubratiori. s RothmachllNF.
Rubrica, hcist der Titul eines Buchs, ingleichendie Uberschrifft der Acten; weil solche vor-mahls mit rother Ointe geschrieben wor- fden. Rubriciien heiffet eineSchrifftscher-!fchreibeii-
Rubrica. Rothftein, Rötbel, ist eine schwere!dnnckelrothe Erde, anhaltenden Geschmacks: ^{■' mit bey nahe mit dem Blntstein überein,!wach auch wider diejenigen Kranckheiten, wie 1der Blutstein gebrauchet. Es giebt auch einezarte Sorte, ohne die gemeine, welche sich spal-
ten, und wie das Reiß-Bleychlast, dasselblge braucht uian zilnizM^
Rubr.ca . helft auch eme scharffe B ( Lund wie Feuer brennende Krätze: s°M
tctescbensvv-chalslmx-^.dLZ
Rubur bakur, s.Broinbeer,
Rubus cervinua, s. Smilax aspera.
Rubu$ idsus, s. Himbeeren.
Rubus viticosus, s. Sarsapariila,
Ruc Ruch. ein ungeheurer Vogel k»beßmern, von den Arabern die AbeM«,.Me ^nca genannt. Die atm uubnmn'Schrelber erzehlen davon viesuWMFabeln, d,e mcht besser heraus tarnen, «11was die ^udeil von ihrem Barjuchna in fcemTalmud lesen, z.E. daß eine seiner W'i»Federn 12. Schritte lang, daß erc»Ae-phanten m die Lufft hebe, und zu Wtifotalasse. ti. d. g. Es scheinet nach buäoixKiUch.maffuiig, ob habe der Vogel Condor, ^Contur, so sich in dem südlichen AskiraarW,r» solche» Gedichten Anlaß gegeben, mmmsememOrt.
Reicherte, s.Rancke,
RuLario oder RuLus. das AusstoffriyAp,sen ans dem Magen, da nemlich die;>»--!und ftinckenden llarua, die von u6clverbaut.-ten Speisen in demselben genecket«!»durch den Mund auögeftossen iverdra, ckzwar entweder mit einem saure» Mat-ten oder andern häßlichen GestaiickiOArsehmack.
Ruder/ Remus t Ramt f ist em langes Hch dük-an das eine Ende, so insWaffermUM,das anders, woran die HaiidgeschlMmhrund ist. Es wird gebraucht, allerleo W-zeuge im Wasser fort zu treiben, iite WRuder auf dem Bort derselben aiiWk, Wplatte Ende (die Plane genalmtMWsiser gesenckt, und an dem andern L», pdem Griff, angezogen wird. M ki«»Fahrzeugen werden die Ruder uen tmwMann geführt; Auf den Gasse» Mck»;.4. und mehr an ein Rudergesetzt, welchemigea, Ruderer heiffen, (wemiessrU:»-te sind) oder Ruder-R,lechte, wennrSMven oder Missethäter sind, die an die R«u-Bancke ( Tranüra) angeschmiedet mckls
Rud-rario. heist beym Virruvio das AV>VSchlagcn. s. Mach. h-x. , , ^ .
Ruderpenn, heistder Balcken, so durch Mwstgbcls-Kammer in das Ruder hmstlra»Schiff gehet, und durch welchen dasSwr-Rnder hin und her dewegetwu-d.
Rudicula, einhölyerner StaboderSMHdamit mnzurühren, gehöret unter dieLhM
Ruffenber^ eine Unart», BergwerckeiiFk»Zwittern oder Zilili-Erttn öctunben« 5.
Rugitus ventris. das Murren lindim Leibe »erfotolTeiicii‘ f (
wLlluugdesLbyiiunddcrLxcremclittlium»
Gedärmen entstehe, 1 .'. . .
Rübe, (iuies, u Rep's, ist enl Zustand uie-styers, der der Bewegung entgegen gSie lvird von eimgen, eben!°