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Curieuses und reales Natur-, Kunst-, Berg-, Gewerck- und Handlungs-Lexicon ... / nebst einer ausführlichen Vorrede Herrn Johann Hübners
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1633-1634
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Sal

ÄnÄfe eM Eingl-i-L g schichetauch an etlichtm Orten, iondcr-llckii, Burgund , mit dem Sumpff-Wasser,l»! so nie! Saltz ausgicbt, daß die Le.,-tld-selbstaus z.Eymern dieses Sumpff-Was-1(5 fg »je! Sal« kochen können, als sie etlicheWM» in ihrer Haushattung nöthig haben.M Felsen- und Stein-Saltz wird aus denKIM, wie grosse Steine gegraben, ist sehrbkl>,md einem Lrystall gleich, daher es auchL Medici Sal gemrrue, Edel-SteiN-Saltznennen. Don dergleichen ist sonderlich dasksl»erckjuLordvna inLatalonicn berühmt,M- eine» imcrschöpKichen ReichthumW. mb nicht allein allerhand Farben,-alsjrinjncarnat, Orange und dergleichen sttl sichnimmt, welche sich aber, wenn es gesottenM, «ecliehren, und wird das Saltz so weißEeiniee,sondern die Sonne macht auch ausWin Sch-Berge so einen schonen Projpect,cl» Ann er mit Edel-Gestcinen bestreuet wä-re. Das Mcer-Saltz wachst zusammen,wenndas Meer wütet, und einen Schaum machet,da e§ dann das Saltz an das Ufer auswirfst,dergleichen vielfältig zu Narbona in Franck-keichaefmiden wird,sonderlich wenn der Nord-Wnd'weber. Diese Art von Saltz wird vonpiinio und Agricota Meer - Schaum undAngsrauen-Salk gcnennet. In dem Spa-nische» Königreich Valencia sepnd in den Fel-sen lange Canale ausgehauen, durch welchediSans deni Meer auslauffende Wasser in wei-te Minnen geleitet wird, in welchen solcheshernach durch der Sonnen Hitze coaguliret,und also das Spanische Saltz gemachet wird,dergleichen auch sehr vieles in Franckrcich, inderErasichafftXaintognc, soll gemacht wen-dn. Ja der Insul Ormus, jm PcrsianischeuJM-Bliscir gelegen, sollen fast alle Wasser,Mund Echöpff-Brunnen, so gar auch dieErde voller Saltz seyn, also, daß die Eiuwoh-"irW blos von dem damit geführten Handelreichlich nähren können. In China siebtesckinalls gantze Berge von klar gediegenemE°ls,mid in der Graffchafft Brasilien in A-wachset ein Stauden-Gewächs, aufWu Blattern, wenn die Sonne sehr heißIcheuiit, cm Schnee- weisses Saks zu finde»,Mider bey Nacht-Zeit und dunckeln feuchten«ter wieder schmelnet, und als LropffenMlintcr fallet. Indessen können doch iedesEinwohner so viel Saltz davon sam-' w ihren Haushaltungen nöthig ha-,,7 Europa , »nd absonderlich in Po-Saltz-Gruben; in un-8-^ »her sind vornehmlich die^ttv £lfe 9cnbefannt,bcren die vornehm- ,B in Sachsen ,

& s£ " 111 Tburmgeii, Allendvrff inWen, Salnungcn an der Werre , Hall inJ^ben, Artcrn im Mamsfeldischen, zuStaßfurt , Colberg inHall ^ Weymarischen,

llen^^sischem Kitzingen in Fran-sn \ ÄÄ2 vornehmsten Pro-bn Weiss? "wssen setzn: Candor,

3fnS»i.r e i- U I C '^ Itas ' form* Chry-

Anderec The,l, 17^.

Sal k6)4

stalüna, daß es durchsichtig und wie ein Cry-

stall gestaltet, und eckigtscy, densicas, bieDichte, levitas, die Leichte, ücciras, dieTrockne, granoruin parvitas, daß es klcinkör-ncricht, purikas, die Reinigkeit, solubilikas,daß es leichtlich schmelne, und dergleichen. I»den Officincn ist das Saltz auch verschiedene»praiparariouibus uutecwvrffen, als da sind:Calcinatio, purificatio, iublimatio, de-

stiiiatio, daher in denApothccken verschiedenepraeparataätl finden.

Sal, ein Principinra Chymicum, wodurch bißChymid eigentlich dasjenige 6xe Saltz ver-stehen, welches nach vollbrachter OeülUarisqderer vermischten CölPeraus der7?crra rsü-

<iua gelanget wird.

Sal aicaü. ist etwas anders als die Pottasche,indem es nicht aus Eichen oder andern Holy,sondern einen fremden Meer-Kraut, welchesdie Alten Kali geniculatum, hie heutige»Krailter-Derstündige Anrbyilllla heissen, ge-machet, lind auf dxn Glas-Hütte» insgcmci»Souäe.Lat. Solla.Saticoruia, SaltblLcc. ge-nennet wird.

8at Alembror, ist ein Saltz und zweverlev:ein mineralisches und ei» durch Kunst bereite-tes. Das mineralische sieht wie getreugetBlut: es kommt aus einer gewissen Erde, wel-che sich. zu Cvpern aufdem Berge Olympusfindet, wird aber selten gebraucht. Die anderewird auf solche Art bereitet: Nehmet SalGemmse acht Unken,Sal aikali oder Sulla vierUntzen, gereinigten Safft von Krausemüntzeund Bencdictenivurtz, von jedem eine Nutze.Mischet alles unter einander und lassets über»Feuer, in einer zulänglichen Menge Wasserzergehen. Diese So lution filtriretmnd fasset dieFeuchtigkeit davon in einem thönecnen odergläsernen Gefäß, im Sande üben» Feuer ab»rauchen, biß alles trocken morden. Dieses Saltzhebt man in einer Flasche auf. Es dienet denUrin, und der Weiber Reinigimg zu treiben.dieDerstopffung zu hebe», die Drüsen und schlei-migen Feuchtigkeiten zu zertheilen. Aufein-mahl wird ein halber Scrupcl, biß aus ein gan«ßcö Quintleiu eingegeben. f.Aiembrot.

Sal ammoniacum, f. Salmiac*

Sal ar enaceum, wird eben auch das Salniiaegencnnct, weil es unter dem Sand gesunde»worden.

Sal arineuiaculn , oder Secretum Joviale, be-deutet den Salmiac, damit das eingeäscherteZinn rcducirct wird.

Sal artiikiale, ist nichts anders, als ein durchdie Chymische Kunst, ex vegetabilibus & ani-malibus combustis bercitetesMedicinalischesSaltz. Derer aber sind absonderlich dreycr-ley, als Saliaeffentialia, wesentliche Saltze,welche aus den Säfftcn der Pflantzcn, durchdie Ccystailisatiori gezogen werden, und zwarnur aus denjenigen, die schmackhafft sind, als

fumaria, absinthium, scordium. &c. Zumandern Salia 6xa, oder Feuer- beständige undveste Saltze, welche nach der lucluecanouderKrauter, und Caidnation aus ihrer Aschenheraus gebracht werden, da nehmlich die calci-nirte Materie in vielen Wassers» lange gesot-Sff te»