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Curieuses und reales Natur-, Kunst-, Berg-, Gewerck- und Handlungs-Lexicon ... / nebst einer ausführlichen Vorrede Herrn Johann Hübners
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1679-1680
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i(579 Schlag Schlangen-Krone

welche auch eine acidität an sich nehmen,keinen freyen Gang durch dieselbe haben kön-nen.

Schlag, Bord«, in der Seefahrt, der HauffeinesSchiffs von einem Umlege» oder Umwendenzum andern, wenn man lavirt. In schma-len Fahr-Waffern inuß man kurtze Släge ma-chen.

Schlag, heissetanch in der Feuerwerckcr-Kunstdasjenige, wodurch die Schwärmer, Magne-ten, Feuer-Kugeln rc. zersprengt oder zerschla-gen werden, s. lNarh. Lex.

Schlag, em abgeholetes Feld, das zu künfftigenAnwachs gchegetwird.

Schlag-Ader, s. Puls-Ader.

Schlag-Bohrer, ist in der Gestalt eines Ham-mers, mit einem hölyernen Stiel, hat an stattder Psinne eine geschmeidige verstählte Spi-tze, und wird gebraucht die Haspen und Hakender Thür-Beschläge in die Pfosten vorzuboh-ren, wenn etliche Schläge mit dem Banck-Hammer daraufgeschehcn, so wird der Boh-rer vermittelst des Stiels wieder bewegt undumgedreht.

Schlagen, sagt man, wenn ein Rehbock, oderem Hirsch, das rauhe Häutgen von dem Ge-weyh abschlägt.

Schlag-Fluß, s. Schlag.

Sedlag-Elold, s. Aurumfulminans.

Schlag-Arautlein,s. Chamapitys.

Schlag-Lauwinrn,s. Laurvinen.

Schlaglor, k-aiilon <le 8oudurc, ein vermischtesMetall, welches in kleine Etücklein geschnit-ten und aufgeleget wird, wen» ei» ander Me-tall soll gelötet werde». Ein iedes Metall er-fordert ein besonderes Schlaglot.

Schlag-wasser, Aqua apoplcctica,E<«« ctpbali-ein stäkckendes yanpt-nnd Hertz-Wasser,somit Wein aus Schlüssel-Mäyen-odcc blauenViol-Blumen gezogen wird.

Schlamm, heist der auf Bergwcrcken in denWäschen durch das Puchwerck gemachteSchlanim,und ist dessen viererlei),als>) setzet«der Häuptel, so ausn Gefalle liegeii bleibet.

2 ) Rösch er oder Mittelschlamm, der sich un-term Gefalle im erst und andern Graben seizet.

3 ) Zeheschlamm, der sich in den übrigen Gra-ben aufhält, und 4 ) Sumpfschlamm, der sichin den tzuinpffm,befindet, und über blosse Her-de theils Orten verarbeitet wird.

Schlangen, s. Serpcn5.

Schlangen-Augen, f, Oculi serp^um.

Schlange »-Balg, s. Exuvi'e ferpentum.

Schlangen-'Zaupt, s. Lchium.

Schlangen-^oltz, Lignum co[iibriniifn t s&rpenta-tium, ist ein »estes, weisseAuiid schweres, hartzi-Lcs uiid bitteres Holtz, kommt.vsnpiiiemsrem-dcu Baum, so dein Graiiat-Aepsel-Baumgleich ist, und wird Stuckwcis ausdcrJnsulCeylon gebracht. ...

Schlangen-Rrone, ist ein sveisseS Beiulein,nicht lang, in der Breite yiues mäßigen Dau-mens , weiches von dem Speichel andererSchlangen aus dem Kopffe der ivciffeiiSchlaii-tze,^vder SchlanM-Wniginwachsen, von sol-cher nicht anders als durch Beschwerungen,oder gefährliche Gewalt entrissen werden, und

Echlangen-Stcin

SS Lttr-NKS

dumkclfarb, unten breit, oben (jäten sie s^ntn Fomi einer Krone, und sind inW«-.keine^Schlangen -Kronen, sonder,, «Labgestumpfte Zahne aus dem KoxffemdLbacken em-s Kalbes oder Schmus, Aschen man oUersaiifdcii AiigernnnteiEnppen sindet. Die rechten sollen die Mhaben, dein Gisst zu widerstehen.

Schlangen-Stein, s. Piedradellacobra.

Schlangen-Stein, wird in Ost-Menl«,«-bs eines Hellers groß, und meistens in«ablaiiglichen Figur gefunden. Die -!d>«sagen, daß solche auf den Köpffen,««»Schlangen angetroffen würden, allein r-m-mer halt selbigen für eine Vermischiq si-cher Materialien. Er hat eine VMMTugend, alles Gifft, wenn man vo» «inemstt:gifftcten Thier gebissen worden, odersonstlDbekommen hat, aus dem bcibeheranSinzichLEs giebt noch eine Art von selchen Klei»,welche hinter den Hauben, so die alsvMNten gehaubrcn Schlangen hinter deinabhängend haben, in der Grösse eines öiinitsEyes gefunden wird, und gleichfalls ein«-treffliches Mittel wider den Gifft ist. AnSteine werdeii bey den grossen Schlangen, stman in Aftica und Asten antrifft, »ndz»«iiigstcn 2 . Schuh lang sind, gefunden, iinWsie nicht hart sind, mit einem andern Elan-t-rieben, da sie einen Sofft geben, nMrmtWasser vermischet, und wider dcn Dgc-trunclen wird.

Schlangen-Tantz, in Indien , foitelitjaufden Malabarischen Küsten , sinde» stch «istdandläuffer oder Storgcr, welche lnitMnKörben, die mit Schlangen angefüllt,tass«»-tzc Land durchstreichen. Ihrer zwei tc»diese Körbe an einem Stocke, haben ach «ifBrod bariime, zr Nahrung für ihre«««-me Würmer. Einige unter solchen Ew«-gen sind 6 . 7 . oder y. Fuß lang, ob gleichdicker als eines Mannes Finger, und Mgrasgrüne. Andere sind groß und mr, »aesprcnckelt. Auf das Geläut der Malami-schen Landläuffer, somsi-mmSM»Instrumente, als eine Sack-Wiffekbm ad,ohn Unterlaß machen.erheben sich du Echl -gen auf "re Schwaiitze, richtenden Ä Whoch in die Höhe, etliche sperren die M «,so ihnen nahe am Kopffe sitzen,, von enianh,und tantzen.solcher Gestalt Eemewiindcrl.Me ia aräßlicbe Weise. Sie stellen sich E

fen einander so grimmtg aufdie Haut, al «-te eine die andere vecschlingm md mAn,welches bey den grossen, SchliM MSchaureinnid Entsetzen nicht mag angclüic»und beschauet werden. , s tJ .

Schlangen-Trager, ein Eejtini, s. S P

Sch7angen-w.,vtz,iiiLhinawachffm-W-

tzel, von den Portugiesen ^ -i-nannt, die wider aste Schlangen-P mdwenn sie von den Verletzten 1° fo'W ^