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Curieuses und reales Natur-, Kunst-, Berg-, Gewerck- und Handlungs-Lexicon ... / nebst einer ausführlichen Vorrede Herrn Johann Hübners
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1735-1736
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i?:)J S ee-Rec hte Segel

Im Frühling brütet er seine Jungen aus, undnähret sie an morastigen Oertcrn.Sce-Rechre,heissen diejenigen d-aruta und Ord-nungen,welche den zur See fahrenden lind Ne-gotiircnden zum besten gcmachtwcrdcn, damitsie in allen vorfallenden Streitigkeiten sich dar-nach richten kennen; die ältesten von solchenseynd die Leges Rhodite, und Oleronis ; nachdiesen das Wisbuysche und Lübcckischc Sce-Mecht, samt anderer Reiche und blinder ausge-richteten See-und Admiralitäts-Verordnun-gcnmehr. See-Oottumennd vlance» nen-net man, was zur See gebräuchlich ist,wvrnachsich die Seefahrenden richten inüffen.

See - Schncppen, bcflndcn sich bey der Antilli-schen Insul RnciL in America , sind 4. Fußlang, haben Echnauxcn, so sich oben undunten bewegen, der Kopss gleicht einemSchweins -Kopffe, haben glimmende Augen,gespaltene Schwänge, 2. Floß-Federn auf derSeite, und 2. lniterm Bauche. Über demRücken befindet sich eine stachlichte Floß-Fe-der, und unter dem Kopffe hangen harte undschwache Hörner..

See-Schwalbe, Hirundo piscis, Hirondellede mer, ein kleiner See: Fisch, so niemahlszwey Pfund im Gewicht erreichet. Er hateinen harten vicreckigten Kopf, dicken Bauch,mannigfarbige harte Schuppen und grosseFlvß-Federn, den Schwalben - Flügeln gleich,davon er den Nahmen hat. An der Ost-Seewird er See-Hahn genennct.

0 ees® COUJttOi;, Scorpius maricimus.See-Lpeck, Lardomarino, ist eine faule stin-ckende Materie, welche zu Feitendie See aus-wirft, und bleich-gelb ist, stinckend und schmie-rig wie alter Speck. Man halt es vor ein ex-crem onr eines grossen Scc-Fischcs.See-Stern, ein also genanntes seltsames Was-ser-Geschöpff, welches in einer kleinen Stern-förmigen Schaalc von 10. biß >s. Spitzen sichaufhält, durch deren yülffe es sich auf dem tro-ckenen, gleichwie mit Füssen fortschiebe» kau.Sie werden vielfältig in Raritaien-Kammernaufgetrucknct gefunden.

See-StlNt, s. Stincimarini.

See-Teufel oder lNecr-Teufel, ist ei» Fisch inAmerica , 4. Fuß lang, und sehr dicke, höcke-richt, voller Stacheln, wie ein Igel, hat einebeinerne Zunge, so hart, wie Elfenbein, vierFloß-Federn, einen langen Schwanh, der amEnde gespalten, über den Augen scharffe Hör-ner, nach dem Rücken zu umgekehret. Sein^Fleisch ist tödlich gifftig.vapp. p. 259.See-tvoisf, f. Lupus marinus.

Segel, Vehim, roth. Ein breites Tuch an ei-nem Schiffe, welches aufgespannt wird, denWind darein zu fangen, und hiemit das Schifffort zu treiben. An einem grossen Schiff, dasi3. Masten, und die fernen ein oder 2. mahl über-setzt, führet, haben die Secgel folgende Nah- jmen: Das grosse Seegel,unten an dem gross 1scnoder mittlern Mast; die Forke, untenanden fordern Mast; dieDessaan, unten an denHintern Mast; die Llmde oder Unrerblrn-de, ferne an dem Bugspriet. Diese werdenmit einem Namen Unrerseegel genennct, und!

Scgment atum Seiden -Lr«

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meisten, lveiin,

feil E»,1 toSXfor,m,,!Ä¥;derFoclc; das Lreuy-Seegcisaan; das grosse Dran,-See«,grossen Mars-Eeegcl; das Vor-Lr-A,ge; »per dein DorMars-SeMlidsichsioder kleine Dlmüe über dem Äigiprstg M^^eag-Seege!. Liedes imb die UWsind dreyeckig, die andern alle »imckj-besondere Art ist das wassee- ebtc lnffrSeegci, ivclches bey den hviländer» lrietlich, und hinten dein Schiffe inshangt wird, bey stisicm Winde diiubdieMdem Schiffe sortiiihelffen. Die -!«««!»Redens-Arten von den Ecegcln sind: §e,gstmachen, d.i. aufspaiiiien und sitticha,grl beylegen, d.i. mehr Seegel (iKfipMntn;Seegel streichen, d. i. entwederEbmiMdas inittlcre obere Scegcl, big aus die Mdes Mastsniederlassen, oder die Scgch«sanit niederlassen, zum Zcichcn, daß » 1 «, tzcrgebcu wolle; die Secgel einnchMuÄ«beschlagen, d. i. einschlagen tinb aiiftato;wenn man nicht weiter siegeln will.

Segmentatumopus, f.Mosaique.Segmentum (circui, der Abschnitt eiliksNmi;ist in der Geometrie eine Figur,welchcMiieiner Linie, (die nicht durch den MG«!gehet) und dein von derselben abMw«»Stücke desllmkreises cingcschlossm ifr.,

Segmentum circuli majus, i)s dasiMgmentum.in welchem derMittel-ABiidchSegmentum circuli minus, ist bfl;|(lliJt Se-gmentum , in welchem der MittclMtiÄtenthalten, ss Math. Rex.

Segregaroriurn, ei» Seige-Tllst) ckK WM

Trichter, die Oele von dciiWaffciinisE«-stcrn zu sondern.

Sehe-Äunst, s. Nerspettiva, it. Optica .Schmheiß-GIeicher, s. Gleicher.Sehne, nenntmandesHasiilBuM.

Seide!, herst an einigen OrtensoNösel, oder ein halb Maaß, eine haltt Ä«.Seidel-Vast.s ciliaMLiea.

Seide, rode, s. Secicum. .

Seiden-Arant, isteine sihrm>M-h»!»sche Wanke, wiewohl es vielmehr « Mvon Flachseist. Dessen giebt es/e.)rm a-uBergen, ,vo es feuchte1. De A:voller Knoten, die Blätter so breit,alsgen-Klinge, in der Mitten und miteu gc "Wurncl eine Hand dicke, aberSeiten und oben, >vo sie ,ehr,P - .auch eine oder 2. Rlitben lang. m'd M s«cineSage. Wennd-e.siBlat«.«nur«wissen Grösse kommen, ,0 m «J »Ädiancr ab, dörren sie an dcr Eonae, u! k>se,i sie, worauf sieenien^schon-nFla-dbekommen, der penerlnalsmimr, ttunser Hauff: es siehet auch Wi«*!als wie em Haussen gäben »' S«Sack eingewickelt. Sie WjfljL)und inachcn Fäden dran»dienlich. Die SchummÄ w(tsie an statt der Pcchdratc. und