1747
Senff
Senne
S-nnhütte Sentina
VI
I V
«!ib Asckern gesäet, die letztere aber wachset
wild.
Senff, wilder, s.Hedrich.
Senn, ist insgemein ein ehrlicher aufrichtigerSchweiger, ja ein Muster der alten Schweize rischen redlichen Einfalt, so nichl in icincm Le-ben, als in leiucmWandel. Er ist bekleidetmit einem rauchen ehrbaren Kittel, und j>ü;*Schuhen an den Füssen, die er mit zwey leder-nen Riemen über den bloffeii ,$•»[) anbindet,weil tu den steinichtenAlpen (at 4 welche dieSennen täglich besuchen müssen) das Ledernicht so wohl halten will,als wie das Holv. Esist aber ein solarer Maim einer Hcerde Viehvorgesetzt, mitwelchen er des Sommers steinigzu 2llp fahret, fleißig auf sie Achtung giebct,und von ihnen Butter, Käse und Ziger jamm-let, dafür auch dem Bescher des Viehes entwe-der einen qcwiffrn verdingten Anst gicbet, oderaber Rechnung davon thut. Das Vieh mcl-cket er alle Tage Morgens uud Abends, dabeyer auf cineni eiiibeinichrcn Melckcstnhl zu si-tzen pfleget, den er mit einem Seil oder Rie-men lni! den Leib gebunden, wie ingleichen auchmit einem Salb-Horn versehen ist, darinnener etwas Butter hat, zu Bestreichung derllt-teren oder Eyter.
Senna, 8cnec. oder Seneg-Blättcr sind zwey-crlcy, als Orientalische und Europäische.Jene, nehmlich die Orientalischen, sind entwe-der Syrische, Seona syiia.a, odcrÄlexandrini-sche, oder Egvptische,8cnaa Aicüandrma,/LZ)-.riaca. Die Europäische ist >) Welsche odcrFlorentinische, lralica. r) Rarboiiensisire,JSIa:bo,.eiaäi‘-, z) Teutsche, Cii-rmani a. Die-ses Gcw'ächs ist rin Bäiiinlein einer Eilen hoch,dein Linsen-Ba»m m» gleich, hat Blatter denBocks-Horn-Blättern ähnlich, die an demAlcxandrinische» langlicht und spitzig, an demWolscheu aber stumpffund rundlicht und,trägtgelbe Blüthen, auf welche langlickte, platteund kriiiiime Schoten folgen, daciimc ein klei-ner, brauner lind platter Saameii liegt, wächstin Syrien , Egyptcn,Italien , Franckreich, son-derlich im Narbonensischen Gebiete, in Apn-licn und Spanien . DieAlexandrinischen undWelschen Blatter sind die besten, und werdenvon den Medicis wegen ihrer Würclung sehrgerühmet.
Sonnt, Tendi 7, Fibia mufhtleß , ^i/wnernoßs , ist dasEnde oder äusserste Theil der viukbuiorum, ge-machet von der Ausammenfügung aller Zäser-lein ihrer cco^pnrum, und dienet, um steinihrer Activ» zu befestige», und demTheileei-nc Bewegung zu geben. Sie wird unterschie-den von der Nerven-und Spann-Ader, wel-che ein a,rpi>s ist, lang weiß, riiiid und dün-ne, von den meisten fit>ns zusammen geseret,in cilicr doppelten yrmnca eingeschlossen, unddarzuverordnet, die «piriw- »,,-maies tu alleTheile zu bringen, um ihnen die Fühlung, Ein-pfittdung und Bewegung zu geben. Zuwei-len geschiehet es, daß, wenn tue »nuTuli «»ih-rem tendinosen Theile, entweder durch einschneidendes oder stechendes Instrument zer-schnitten worden, nach Heilung der Wundendie Muicuix desselben ihre Bewegung verloh-
reu, und das Glied an seiner whflifa
wegungverhnidertworden.
legcnheit er,ahrne Ch^urgi m Ä fle S:
allen Stets onacmentoWtat*
durch eine Operation, welche die simJTendins genannt wird, bic flllfelKtl
des zerlcymtteuen rendmis alch Wmm.»brächten, daß nach vollbrachter Lardie'Le«.gnng denelben Gliedes volikoinmen bcstckl-ten werde. '
Sennhütte, ist die durchleuchte Deb,»«des Sennen, ein Haußlein, vonylllcriickrBalcken- so über einander gelegt, etbiiu«, ntTannenrindcn bemauert, mit gtfmMn hdecket, und mit grossen Steinen betzm«,dessen Acstrich die blosse, oder mit Tu«,mil-den bedeckte Erde, dessen Thüren, gitzlhkRiegel, Knchengeschirr, alle von !>[•', bek-und Unter-Bette, Küssn und aiitei««.-the, Heu odcr ein Haussen über einandcrM-teKase. Dieses ^latiummitbtiijiMsi)«#Gemacher abgetheilet, deren das er« d>e»i-se - Hütte, das andere der MchzÄm, »tuMilch-Keller gencnnet wird. 2» jmmMder Käse verfertiget, und finden sich disiltjalle darzu gehörige Wercheng-y iichi düLei-nen Bette, und die in Form mice Ampiuhei-tii von Steinen erbaucte Hell, Herd, rtirWerckstatt. In das andere wird die Wgestellt, und behalten, deswegen es Dmriz-lich gegen Norden lieget, als woher die fatalküsste wehem . ,
Sen innen, heistbcy den Schwcltzmihm, all
befehlen, daß daSVich aus dieMliMM-degcführet werde, und man seinen N«d>-von ziehe.
Senorius, f. f.hincapolinJ.
Senfalen, si tliücklev.aenseria, s. iTIdctlet':Vo!)tt,
Lcniiriva lrerya» s. SrNN-lKrUllt.
Len5>rium. cinWerckzeugder Sinnen,ol«Mdie Älasc ein Werckzcug oder °<>Geruchs, das Ohr desGchbrS, daSA»«'Sehens, die Zunge des Schmcckcns,,!.Sensorium comniune, das allgemeine IMugÄder Sinnen, istdasTheil im Gehirn,««die Nerven der Sinnen endigen,,««« 1 »Aiikang ba-Medu!U obl^mga^llf-Sensus, die äufferlichci! 7 .S!i'ne,alsS henchkreu, Riechen, Schmecken l'nd8,,hlu>, »die unvernünfftigen Thiere,mt dc >M >gemein haben. Die rtysi°i°J'sie ein in die imi-nnd ausserMi, c »Diese sind die obbciiamite» , « «
s,»d dren «ls der 8cnsu5commun>i,rett Skri»
gemeine Sinn, dicMantaste,middieM» !Se“'Sk '
Sache entschieden, und öem iJSroce?
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