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De electione gratiae, von der Gnaden-Wahl oder von dem Willen Gottes über die Menschen : das ist, eine kurtze Erklärung und Einführung des höchsten Grundes, wie der Mensch zu göttlicher Erkentniss gelangen möge : auch wie die Sprüche H. Schrift zu verstehen sind, welche vom gefallenen verderbten Adam, und dann von der neuen Wiedergeburt aus Christo handeln / geschrieben nach göttlicher Erleuchtung von Jacob Böhmen im Jahr 1623; vollendet den 8. Febr.
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Ctlp.2. Gnaden-Wühl. 2Z

tu sich haben, wegen ihres Urstandes, da in der <Zmm- rgen.'"die Temperatur noch innen lieget, und auch am Ende sollöeschieden werden.

Z7 Und sollen es an diesem Orte recht verstehen; daß inder Göttlichen Kraft, so viel GOtt GOtt heiffet, als im Wor-über Göttlichen Eigenschaften, kein Wille zum Bösen seyn'vnne, auch keine Wissenschaft vom Bösen innen sey, sondernuur blos in deine ist die Erkentniß Gutes und Böses, da sichder ungründliche Wille in die feurische Scientz scheidet, da derNatürliche und creatürliche Grund innen lieget.

Z8- Denn aus der Göttlichen Liebe-Scientz mag keineTreaur einig alleine bestehen und geboren werden, sondern sie^"ß den feurischen Triangul derfeurischen Scientz, nach derPeinlichkeit, in sich haben, als nemlich einen eigenen Willen,Welcher eln Particul, als eine ausgehauchte Scientz, und alskin Strahl vom gantzen Willen, aus der Temperatur des er-sten ungründlich? Willens,ausgebet,da.sich dasWort derKraf-keu im Feuer scheidet, und aus dem Feuer wieder in das Licht.

Zy. Alda urstanden die Engel und Seele des Menschen,als aus der feurischen Scientz des Anfanges der ewigen Natur,da sich derselbe Strahl derfeurischen Scientz wieder soll in dieNichts-Temperatur eineignen, als in das Gantze; so isset stevon der heiligen Tiiickur des Feuers und des Lichts, nemlichaus dem geistlichen Wasser, darinn das Feuer ein Freuden-reich wird.

4O. Denn das Geist-Wasser ist eine tägliche Ertödtung derkevrifchen Scientz, dadurch die feurische Scientz mit dem Lie-de Feuer eine Temperatur wird, so ist alsdenn auch nur ein Ei-niger Wille darinnen, als nemlich, alles das zu lieben, das indiestr Wurtzel stehet; wie solches von den Engeln GOttes,auch yon der seligen Seelen verstanden werden soll, welcheallesamt ihren Urständ aus der Feuers Scientz haben, in wel-cher Scientz das Licht GOttes scheinet, daß sie einen stetenHunger nach Göttlicher Kraft und Liebe haben, und ihremsseuer die heilige Liebe zu einer Speise einführen, dadurch derkeurifche Triangul in eitel Heiligkeit und Liebe, in grosse Freu-de verwandelt wird. Denn nichts ist oder bestehet ewig, espabe denn seinen Urständ aus dem Ewigen unanfanglichenWillen, aus der feurischen Scientz des Worts GOttes, wievernach soll gemeldet werden.

S4 Das