Einleitung.
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Trockenheit in ihnen hervorgebraehtc Zustand zunächst anden durch dieselbe Ursache hei Pflanzen hervorgerufenen Zu-stand an.
Die lnsccten der heissen Gegenden -verfallen während derDürre wahrscheinlich allgemein in einen Sommerschlaf. Sieverbergen sieh und die Zeit lnsccten zu sammeln ist dort dieRegenzeit.’) Wie aber, in einer sonst von der Sonne ver-brannten Gegend, nach plötzlichem Regen die Vegetationhervorbricht, so erscheinen alsdann auch schnell die lnsccten.Im Thal lies Rio Silicon» trafen Spitt und Martius auf Blumenund Schmetterlinge, und am folgenden Tage beim Fortsetzender Reise wieder auf blattlose Catingas-Waldungen * 2 ).
Sommerschlaf und Winterschlaf schliessen einander nichtvollkommen aus. Das Vorgebirge der guten Hoffnung hatseinen Wiutcr und auch seine trockene Jahreszeit. Einigelnsccten werden dort das ganze Jahr hindurch gefunden, an-dere verschwinden im Winter und noch mehrere in der trock-nen Jahreszeit 3 4 ). Auch da, wo eine eigentlich trockene Jah-reszeit ganz fehlt, kommt doch höchst wahrscheinlich hei eini-gen Thieren, namentlich unter den lnsccten ein Sommerschlafvor. Schon Aristoteles *) bemerkt, dass die inehrsten Thicresich sowohl vor zu grosser Wärme als auch vor zu grosserKälte verbergen, und wenn hei uns die Insecten mit wenigenAusnahmen einen Winterschlaf halten, so zeigen sie dochgegen zu grosse Wärme die lebhafteste Abneigung. Die Lar-ven von Bostricluis typographus 5 ) (sterben schnell, wenn sie
*) Wesperinann a. a. 0. Pr. Pöppig’s Xaturhistorische Berichte aus Peruin Froriep’s Notizen Bd. 32. 1831. S, ö.
*) a. a. 0. 8.614. • *
3 ) Wesperinann a. a. 0. S. 422.
4 ) Aristoteles de animalihus iliistoriae libri X, Edit. Schneiden T, I,Eips. 1811. 8. cap. XVI.
5 ) Jul Theort. Chr. Uat'zeburg: Die Forstinsecten, lster Th eil. Berlin1837. 4, S. 148.
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