Achtes Capitcl«
Yon dem Einfluss der äussern Temperatur aufdie Winterschläfer, und der Temperatur dieserThiere selbst.
Wärme und Kälte üben auf die Wintcrscbläfer denmächtigsten Einfluss aus, und die Lebenswärmc dieser Thierebietet die auffallendsten Erscheinungen dar.
Nach Huber') steigt die Wärme in den Bienenstöcken imSommer während des Sehwärmens, bis auf + 32°R. und erhältsich im Winter selbst bei einer Temperatur unter 0 auf +24bis 26° R. Reaumur fand im Januar in einer Lufttemperaturvon —3° R. die Temperatur im Bienenstock +11°R. Juch 2 )fand bei einer äusseren Temperatur von —22°R. die Tempe-ratur in einem stark bevölkerten Bienenstock + 5° R. Interes-sant sind besonders die von Reaumur angestellten Beobachtun-gen. Je bevölkerter ein Bienenstock ist, um so besser wider-steht er der Kälte. Wird die Kälte zu bedeutend, so verlierendie Muskeln der Schenkel, die während des Winterschlafes fest
') Mem. sur, Ies abeilles Tom, 1. P, 305. Tiedemanus Physiologie desMenschen, lr Kd. Pannstadt 1830. S, 473,
S, Itudoljdii Grundriss der Physiologie lrKd, S. 180.