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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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Erstes Capitel,

Thicrc seihst, die dadurch nicht beseitigt xvird, dass Robinhinzufügt: niemand habe diese Thiere in völliger Gefühllosig-keit gesehen. Rudolplii ] ) der gegen Robins Ansicht anführte,dass es nichts beweise, wenn dieser in südlicheren Gegendendie Winter-Erstarrung nicht beobachtete, fügte zugleich hinzu,dass Tiedcmann einen jungen Crocodilus lueius in der Erstar-rung gehabt habe. Bei Lacerta agilis und L. viridis nimmtRudolplii einen höheren Grad von Mattheit und Schläfrigkeitan. Nach Lenz bieten Laccrta agilis und croeea * 2 ) dieselbenErscheinungen dar wie Anguis fragilis. Bekannt ist der Win-terschlaf bei der gemeinen europäischen Land- und Flussschild-krötc (Testudo graeca 3 ) und Emys. europaea 4 ).

Nach Aristoteles 5 ) sollen unter den Vögeln die Schwal-ben, die Störche, die Drosseln, Amseln, Turteltauben, Holztau-ben, die Staarc und auf wenige Tage die Weihen und Euleneinen Winterschlaf halten. Vom Storche ist selbst Klein 6 )noch geneigt, es anzunehmen, dass er unter dein Eise über-wintere, obgleich schon Plinius 7 ) bestimmt angiebt, dass erein Zugvogel sei und keinen Winterschlaf halte. Auch vomKukuk meinte Klein 8 ), dass er einen Winterschlaf halte, undvon der Schnepfe sagt Reeve: dass man es ebenfalls geglaubthabe. Die Schwalben haben unter den Vögeln ihren Ruf alsWinterschläfer am längsten bewahrt, wozu wie Reeve bemerkt,

J ) Physiologie Bd. X, S, 284,

2 ) Lenz a. a. 0, S. 59.

3 ) John Murray, lieber «las Erstarren der Landschildkröte und derkleinen Haselmaus, Krorieps Notizen Hand 14. 182ti. 8. 113 II».

4 ) Vergleiche Brandt und Hatzeburg a. a. 0, Tbeil 1. S. 18«,

*) a. a. 0. S. 353.

6 ) Jac, Theod. Klein. Vorbereitung zu einer vollständigen Vögel Hi-storie, nebst einem Zusatz der Historie des MiirineHhierc». Leipzig

und Lübeck 1760. 8.a. a. 0. cap.-XXHl. P. 202.

Klein tu a, 0. 8, 300.