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Zweites Capitel.
borgen, und in der Klasse der Säiigctliiere zeigen schon dieFledermäuse allein die auffallensten Verschiedenheiten.
2) Es finden Verschiedenheiten in Beziehung auf die Dauernicht hlos nach Verschiedenheit der Thier-Species uml^dcrindividuellen Anlage, sondern wahrscheinlich auch nacli Ver-schiedenheit des Lehens-Alters statt. Bei Erinaceus curopaeusist der Winterschlaf der jüngeren offenbar im Allgemeinenkürzer als der der alten Thiere, wie dies schon imjjJahrc 1834von mir ausgesprochen worden ist').
Die von mir angestellten Beobachtungen sind hier um soweniger trügerisch, da die Gefangenschaft hei diesen Thieren,wenn inan sic in Ruhe in einer nicht zu warmen und nichtzu kalten Temperatur lässt, den Winterschlaf nicht stört. BeiMyoxus avellanarius ist die kürzere Dauer des Winterschlafesder jüngeren Thiere von Berthold 2 ) beobachtet.
Bei Arctomys citillus findet nach meinen Beobachtungendasselbe statt. Beim Hamster sind die Beobachtungen wider-sprechend, indem das erste meiner Thiere nicht im erstenWinter, wohl aber im zweiten in den Winterschlaf verfiel;hei den folgenden Beobachtungen dagegen der Winterschlafder jungen Thiere früher eintrat als der der alten und voll-ständiger war. Bei den Marmotten scheint das Gegentheilstatt zu finden. Recve*) hielt zwei junge Marinottun, die ersich im September verschall) hatte den Winter über. Erst den18. December, als das Wetter sehr kalt geworden war, zeigtensic (hei + 12 bis 12’/^° R.) Spuren von Törpidität, frassen jedoch
S, l'ebersicht der Arbeiten und Veränderungen der Sclilesisrhon-Gc-scllschaft für vaterländische Cullur im Jahre 1834, llreslau 1835. 4.S. 111.
I* r « Arn, Ad. Herthold. Einig« Beobachtungen über den Winterschlafder Thiere. In Müllers Archiv für Anatomie und Physiologie. Berlin183?. 8. S. 65.
5 ) a, a, 0. S. 1 ) 9 . ffg.