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Viertes Capitel.
Zug- tler Luft, der Strieli des Wiudes veranlasst ihr Zusam-mensein. Dafür spricht auch, dass man nicht selten zusam-men die verschiedenartigsten Thiere im Winterlager findet.Kirbv und Spence fanden vereint unter Apfelbaumrinde auderselben Seite (der Sonne ausgesetzt) Lebia tjuadriuotala,eine Kolonie von Forlicula auricularia, und einen Rhynchaenuspomorum. Remerht habe ich es bereits, dass ich am 2. Aprilzusammen noch Rhyloeoris campestris, Cureulio incanus undRegenwürme» 1 im Winterschlaf« fand. Die Weinbergsschneh-fcen vereinigen sieh bei der ersten Herbsthalte in ziemlich gros-ser Gesellschaft, bevor sie ihre Hauser versehliessen. Von Fi-schen halten die Karpfen ihren Winterschlaf gesellschaftlieh,indem sie wie erwähnt, die tiefsten Stellen des Wassers auf-suchen, den Boden loelier in Gestalt eines Kessels aufwühlcn,und sieh dicht aneinander legen, wie die llaeringe in einerTonne. Muraena anguilla liegt zu ganzen Gesellschaften bei-sammen. Kreuzottern (Yipera torva) sind zu 9 — 10 Exem-plaren ineinander gewiebelt gefunden worden. Klapperschlan-gen werden ebenfalls gesellschaftlich, obwohl auch vereinzelt,aiigetroffe«, und die gemeinen Feld- und Gartenhroten werden^ öfter nach Gleditseh mit ihren Feinden den Schlangen gemein-schaftlich ausgegraben. Die mehrsten einen Winterschlaf hal-tenden Säugethiere überwintern einsam, wie die Schäfer, Ha-selmäuse, Igel, Hamster, Ziesel, einige gesellschaftlich in grös-serer oder geringerer Anzahl wie Mus messorius'), Arctomysliobae 2 ) und Arelomys marmolta 3 ), die familienweise zusammenwohnen, erstere zu 7 — 9 oder 11 — 13, letztere zu 2 — 14,
') Sam. Hennie a. a, 0*
Jac. Theodor Klein Vorbereitung zu einer vollständigen Vögelshisto-rie, nebst einem Zusatz der Historie der Alurmeltlüerc, Leipzig undLübeck 1760. 8. S, 418. Racz.ynski a, a, 0, S. 234.
s ) Beehstein a. a. 0, Bd, 1, 8. 495.