Besondere Wohnungen der Winterschläfer.
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gebildet, besteht, unter dem Microscop betrachtet, stellenweiseaus strukturloser Substanz, stellenweise aus sehr schönen re-gelmässig gebildeten und aneinander gereiheten 4,5 und 6eckigen Zellen. Die Matrix dieser Deckel ist der hintere Theildes Fussriickcns. Indem sich das Thier in sein Haus zurück-zieht, legt sich der Deckel in die Oeflhung des Hauses undverscliliesst es genau. Beim Hervorschieben des Fusscndeswird die Mündung wieder frei.
Von Fischen und Amphibien ist die Einrichtung besonde-rer Winterwohnungen wenig bekannt. Das Aufwühlen derErde in Form eines Kessels durch die Karpfen kann wenig-stens als Andeutung eines Triebes, sich ein Winterlager be-sonders zu bereiten, angesehen werden. Die Klapperschlan-gen an den Ufern des Moritzflusscs sollen sich in einer ArtKammer aufhalten, die 6 — 8 Fuss vom Eingänge entferntist, und zu der krumme Gänge führen, doch werden sie aucheinzeln unter Steinen gefunden, und im allgemeinen kann manwohl annehmen, dass die Amphibien sich einfach an dfen obenerwähnten Orten verbergen, ohne besondere Vorkehrungen zutrclfen.
Obwohl unter den Säugetliieren, welche einen Winterschlafhalten, manche sind, die ohne Vorkehrungen für ihren Win-teraufenthalt zu treffen, einfach sich verbergen, wie die Fleder-mäuse, so bringen doch die melirstcn in eigenen Wohnungenzu. Bei manchen sind dies zugleich die Sommerwohnungen,wie beim Eichhörnchen, das in seinem Neste, beim Dachs undZiesel, die in ihren Erdhöhlen überwintern. Letzteres sorgtselbst vor dem Eintritt in den Winterschlaf für die Zeit desHervorkommens, indem es nicht allein den Eingang seinesBaues verschüttet, sondern einen neuen Eingang his an dieOberfläche der Erde gräbt, den es jedoch erst beim Erwachennach aussen öffnet.
Andre Säugethicre richten sich einfache, aber besondre
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