Einfluss der Temperatur auf die Winterschläfer.
129
— 2°R in den Winterschlaf. Nach Kyher') fallen Blattläusehei —2° in Errtarrung. Er hat Blattläuse oft bei —6 bis 8°R. 3 bis 4 Minuten unter Schnee gelegt. Das Blatt auf deindie Thiere sich befanden, erfror, und alte und junge Thiercerstarrten, erwachten aber in der Wärme wieder. Eine Fami-lie von Aphis Dianthi hielt er auf Heliothropium peruvianuin,welches erfror; die Blattläuse erstarrten, wachten aber voll-kommen wieder auf und pflanzten sich fort. Nach Ratzeburg 2 )macht, wenige Stunden andauernde, nasskalte Witterung denKä(«l‘ von Ro§lriehus typographus träge und unbeweglich,aber Schnee und Eis tödten ihn nicht. Die in der Rinde undin geflösstein Holze drei Wochen eingefrorenen Käfer bliebenlebend 3 ). Jaeniseli will unter der Rinde von lichtenem Holz,mehrere Hunderte dieser Thiere, tlieils als Larven, Puppenund ausgebildete Käfer, nicht nur völlig erstarrt, sondern fastzu Eis gefroren, gefunden haben, so dass sie bei der gering-sten Gewalt wie Eis zerbrachen. Dennoch lebten sie in derwarmen Stube säuuntlich wieder auf, und einige Larven, dierecht behutsam behandelt wurden, gelangten glücklich zur letz-ten Verwandlung. Lister erwähnt, dass Raupen, die sogefroren waren, dass sic in ein Glas geworfen, wie Steineklimperten, doch wieder auflebten, und Stikncy 4 ) will gefun-den haben, dass einige, vollkommen erfrorene Larven von Ti-pula oleracea ihre Lebensthätigkeit wieder erlangten. Bonneterhielt dasselbe Resultat mit der Puppe von Papilio brassicae,welche in einer Kälte'von — 14° R. zum Eisklumpen geworden,und später, sich zum Schmetterlinge umgewandelt haben soll.Obgleich ausgezeichnete neuere Entomologen wie Kirhy und
] ) S. Gennar’s Magazin Bd. 1. Hft, 2.
2 ) Eorsl-Inseclen lr, Thl, S, 148.
3 ) Febersicht der Arbeiten der schlesischen Gesellschaft für vaterlän-dische Kultur im Jahre 1838, Breslau 1839. 8. 48.
4 ) Kirhy und Spenee a. a, 0,
16