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Achtes Capitel.
diese Tliierc also, höchstens 1° Temperatur mehr als das, sieumgehende Medium, und im Winter, hei aufgehobenem Kreis-lauf und Athem, ist ihre Temperatur 0. Die nicht verschlos-senen Schnecken erfroren in den 'Versuchen von Gaspard hei
— 1 bis 2°, während alle, durch einen Kalkdcckel verschlos-senen, die Gaspard Stunden oder Monate lang einer Kälte von
— 5° R. aussetzte, nicht litten, sondern kräftig im Frühlingauskrochen. Von den, einer Temperatur von — 6°R. ausge-setzten, waren im Frühling die mchrsten ebenfalls gesund,wenige krank oder todt$ die einer Temperatur von — 7° aus-gesetzten, erfroren, thauten jedoch wieder auf, krochen umher,zogen sich daun in ihr Haus zurück, und starben, abgemagertnach einigen Wochen. Bei — 8° gefroren sie nicht allein,sondern gaben nach dem Aufthaucn, keine Lebensäusscrungenmehr, ausser schwachen Irritabilitäts-Zeichen.
Eine Schnecke, die nur 72 Stunde einer 'solchen Kälteausgesetzt war, kroch zur Hälfte aus der Schale hervor, blichäusserst schwach, und starb einen Monat nachher. In eineräussern Temperatur von — 9 bis 13°R. starben alle, ohneRückkehr von Irritahilitäts-Spurcn.
Nach John Hunter erfriert Helix pomatia ebenfalls bei —10° R.
Aus diesen Beobachtungen von Spallanzani und Gaspardcrgicht sich nicht allein die verschiedene Einwirkung der Kalleauf Schnecken verschiedener Art, sondern die mächtige Einwir-kung derselben auf diese Tbiere überhaupt, und die Gefahr,welche durch sie den Thieren droht. Dass ein Wiedererwa-chen nach vollständigem Erfrieren möglich ist, geht aus ihnendurchaus nicht hervor, wird vielmehr sowohl durch die Beob-achtungen von Spallanzani, als besonders durch die von Gas-pard aufs Bestimmteste widerlegt, da die, einer Kälte von —8°R. ausgesetzten und erfrorenen Tliierc, die nach dem Auf-thaucn noch schwache Zeichen von Irritabilität gaben, (w elche